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Rückblick: Das war die erste VorbilderAkademie

Im September 2011 fand zum ersten Mal die VorbilderAkademie statt. Mit dem Format unterstützt Bildung & Begabung, das Zentrum für Begabungsförderung, talentierte, interessierte Jugendliche mit einem Migrationshintergrund dabei, ihre Begabungen zu erkennen und weiter zu entwickeln und mögliche Bildungswege für sich zu identifizieren.

Das Akademie-Programm

  • Regulärer Akademietag: vormittags Kurse, nachmittags Workshops, abends Beschäftigung mit dem Thema „Vorbilder“ (Gäste, eigene Reflexion)
  • Workshops: angeboten durch das Team (Rhetorik, Zeitmanagement, Lerntechniken) und durch die Teilnehmenden selber (z.B. orientalischer Tanz, Cello, Persisches Schreiben, Parkour, Kochen/Backen)
  • Besuch der Uni Bamberg mit Vorstellung verschiedener Studienrichtungen, Besuch der Mensa und des Nationalen Bildungspanels
  • Weitere Highlights: Sportfest, Abend der Kulturen und Abschlussabend mit Vorstellung der Kurse, Choraufführung, instrumentalen Beiträgen, Gedichten und Geschichten

Ulrike Leikhof

Ulrike Leikhof

  • Leiterin Neue Förder­maßnahmen
  • (02 28) 959 15-70

20.10.2011
„Vor der Akademie habe ich immer gedacht, dass ein Medizinstudium für Ausländer oder Leute mit Migrationshintergrund unmöglich wäre."
Jalini, 16, Teilnehmerin


Hintergrund für die Entwicklung des Konzeptes waren Ergebnisse verschiedenster Erhebungen (Bildungsberichte der KMK, Bericht des Sachverständigenrats u.a.), nach denen Jugendliche mit Migrationshintergrund im deutschen (Aus-) Bildungssystem ihre Begabungen und Talente oftmals nicht voll entfalten können.
Während der Akademie erhielten die Teilnehmenden Einblicke in verschiedene Studien-, Berufs- und Fördermöglichkeiten. Sie wurden dabei unterstützt, mögliche Bildungswege für sich zu identifizieren. In Workshops wurden Fähigkeiten wie Rhetorik, Lerntechniken und Zeitmanagement trainiert.

Durch Gespräche und Begegnungen mit interessanten Gästen wurden die Teilnehmenden angeregt, sich mit ihrem eigenen (zukünftigen) Lebensweg auseinander zu setzen. Unter anderem hatten die Jugendlichen Gelegenheit, den Schriftsteller Deniz Utlu sowie Vertreter und Studierende verschiedener Fachrichtungen kennen zu lernen und über ihren Werdegang zu befragen.

„Besonders interessant fand ich die Gespräche mit Leuten wie Deniz Utlu, dem Schriftsteller, oder mit Studenten, die wirklich interessante Dinge zu berichten hatten."
Teilnehmer


Ziele der Akademie:
  • Berufs- und Studienorientierung: Eigene Talente und mögliche Bildungswege erkennen
  • Kontakte und Erfahrungsaustausch mit Vorbildern
  • Einblicke in Universität und wissenschaftliches Arbeiten
  • Kontakte und Informationen über Begabtennetzwerke, Stiftungen und Studienförderwerke
„Diese Akademie konnte Kulturen, Religionen und Menschen zusammenführen, die sich wahrscheinlich sonst nicht getroffen hätten. Dabei vermittelt sie in den Kursen studiumsähnliche Verhältnisse, die jeder einzelne von uns gut und leicht verständlich fand."
Oskar, 16, Teilnehmer


Zahlen und Fakten

Die VorbilderAkademie richtete sich an Schülerinnen und Schüler der 9./10. Klassen in Baden-Württemberg und Bayern. Sie wurde an den verschiedenen Schulformen ausgeschrieben. Trotz des engen Ausschreibungszeitraums bewarben sich ca. 70 Interessenten für die 30 zur Verfügung stehenden Plätze.

Die Teilnehmenden hatten 18 verschiedene nationale/ kulturelle Hintergründe, die Aufenthaltsdauer in Deutschland variierte zwischen „hier geboren“ und 10 Monaten. 16 Teilnehmende besuchen das Gymnasium, 11 eine (Werk-/ Wirtschafts-) Realschule, einer die Hauptschule eine die internationale Gesamtschule. Der Schwerpunkt der Bewerbungen kam aus Baden-Württemberg.

„Obwohl ich nicht perfekt Deutsch sprechen kann, versuchte ich hier, nicht mehr schüchtern zu sein und erzählte alles, was ich wollte. Ich war hier ich selbst und nicht mehr fremd und vorsichtig!“
Teilnehmerin


Das Leitungsteam der Akademie bestand aus sieben jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund: der Akademieleiterin, dem Akademie-Assistenten, vier Kursleitern für die Bereiche Medizin/Naturwissenschaft, Jura und Wirtschaft und einem Verantwortlichen für die Workshops.