Förderformate in der Schule
Modelle für den Unterricht
Wie gelingt es Lehrenden, die Schüler-Potenziale in einheitlichen Klassenstufen zur Entfaltung zu bringen? Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, bringt Herausforderungen mit sich. Doch wer Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen kann, entscheidet mit über den Lernprozess, das Tempo und den Vertiefungsgrad. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Unterrichtsplanung.
Werden Vorwissen, Erfahrungshintergrund und individuelle Lernstrategien berücksichtigt, eröffnet das Lernenden verschiedene Wege der Inhaltserschließung (und damit der inneren Differenzierung) und führt nicht zwangsläufig zu einem vorgegebenen Ergebnis. Dadurch können sich Schülerinnen und Schüler aber besser mit den Lernzielen identifizieren; das Lernen-lernen wird geschult. Doch auch die Rolle der Lehrenden verändert sich: weg vom Stoffvermittler hin zum Lernunterstützer oder gar Moderator. Die Verantwortung für die Lernprozesse im Unterricht liegt nicht mehr ausschließlich bei den Unterrichtenden.
Offene Unterrichtsformen, die Wochenplan-Arbeit, Frei- und Projektarbeit oder Stationenlernen beinhalten, fördern Kinder mit Hochbegabung ebenso wie solche mit Lernschwierigkeiten, weil sie die Verantwortung für Prozess und Ergebnis weitestgehend in die Hände der Lernenden legen.
Wie könnte er eingesetzt werden?
Ein Beispiel: Schülerinnen und Schüler erhalten mit entsprechendem Vorwissen einen Text, etwa einen Briefwechsel nicht genannter historischer Persönlichkeiten, der mit dem Arbeitsauftrag versehen wird, ihn zeitlich einzuordnen und diese Einordnung zu begründen. In Gruppen recherchieren die Schüler charakteristische Merkmale, schaffen sich Zugänge zu bereits vorhandenen Informationen, ziehen Schlussfolgerungen, überprüfen sie, stellen neue Informationen her und präsentieren die Arbeitsergebnisse.
Dieser Ansatz stellt eine besondere Form des individualisierenden Unterrichts dar und fördert nicht nur besonders begabte Schülerinnen und Schüler.
Service Learning, auch Lernen durch Engagement (LdE) genannt, nimmt innerhalb innovativer Schulkonzepte einen größer werdenden Stellenwert ein. Worum geht es?
Die Schule unterstützt das gesellschaftliche Engagement von Schülerinnen und Schülern, indem sie es an den Unterricht koppelt und mit fachlichem Lernen verbindet. So finden etwa Praxisphasen in sozialen Einrichtungen, wie Altenheimen oder innerhalb selbst entwickelter Projekte, - etwa Nachhilfe für schwächere Schüler anderer Schulen - statt, in denen ganz neue Erfahrungen ermöglicht werden.
Das bundesweite Netzwerk Lernen durch Engagement ist ein Zusammenschluss von Schulen, Kompetenzzentren und Kooperationspartnern, die Service-Learning vor Ort umsetzen und sich gemeinsam für die Verbreitung und Qualitätsentwicklung von Lernen durch Engagement einsetzen.
Netzwerk Lernen durch Engagement
Praxisbeispiele aus Schulen, die mit besonderen Ideen und Ansätzen die Talente ihrer Schülerinnen und Schüler fördern, können Sie in unserer Datenbank finden.
Vertiefend zu diesem Text weiterlesen: Zwei besondere Fördermodelle
Offene Unterrichtsformen, die Wochenplan-Arbeit, Frei- und Projektarbeit oder Stationenlernen beinhalten, fördern Kinder mit Hochbegabung ebenso wie solche mit Lernschwierigkeiten, weil sie die Verantwortung für Prozess und Ergebnis weitestgehend in die Hände der Lernenden legen.
Beispiel Forschendes Lernen
Dieser Ansatz, mit dem sich Schülerinnen und Schüler selbstständig Wissen erschließen, ist durch naturwissenschaftlichen Unterricht und außerschulische Angebote, etwa Akademien, bekannt, kann aber auch in anderen Fächern inhaltlich neue Lösungswege erschließen.Wie könnte er eingesetzt werden?
Ein Beispiel: Schülerinnen und Schüler erhalten mit entsprechendem Vorwissen einen Text, etwa einen Briefwechsel nicht genannter historischer Persönlichkeiten, der mit dem Arbeitsauftrag versehen wird, ihn zeitlich einzuordnen und diese Einordnung zu begründen. In Gruppen recherchieren die Schüler charakteristische Merkmale, schaffen sich Zugänge zu bereits vorhandenen Informationen, ziehen Schlussfolgerungen, überprüfen sie, stellen neue Informationen her und präsentieren die Arbeitsergebnisse.
Dieser Ansatz stellt eine besondere Form des individualisierenden Unterrichts dar und fördert nicht nur besonders begabte Schülerinnen und Schüler.
Beispiel Service Learning
Aber es gibt auch andere Modelle, die die eigenständige Auseinandersetzung mit Themen anregen.Service Learning, auch Lernen durch Engagement (LdE) genannt, nimmt innerhalb innovativer Schulkonzepte einen größer werdenden Stellenwert ein. Worum geht es?
Die Schule unterstützt das gesellschaftliche Engagement von Schülerinnen und Schülern, indem sie es an den Unterricht koppelt und mit fachlichem Lernen verbindet. So finden etwa Praxisphasen in sozialen Einrichtungen, wie Altenheimen oder innerhalb selbst entwickelter Projekte, - etwa Nachhilfe für schwächere Schüler anderer Schulen - statt, in denen ganz neue Erfahrungen ermöglicht werden.
Das bundesweite Netzwerk Lernen durch Engagement ist ein Zusammenschluss von Schulen, Kompetenzzentren und Kooperationspartnern, die Service-Learning vor Ort umsetzen und sich gemeinsam für die Verbreitung und Qualitätsentwicklung von Lernen durch Engagement einsetzen.
Netzwerk Lernen durch Engagement
Praxisbeispiele aus Schulen, die mit besonderen Ideen und Ansätzen die Talente ihrer Schülerinnen und Schüler fördern, können Sie in unserer Datenbank finden.
Vertiefend zu diesem Text weiterlesen: Zwei besondere Fördermodelle