Perspektive Begabung:
Kompetenzentwicklung und Begabung

Großes Interesse für die Fachtagung: Die Veranstaltung ist ausgebucht, es sind nur noch Anmeldungen für die Warteliste möglich.

Die Tagungsreihe "Perspektive Begabung" geht in die zweite Runde: Am 14. März 2013 laden wir ins Wissenschaftszentrum Bonn ein, um mit Ihnen über das Thema Kompetenzentwicklung und Begabung zu diskutieren. Mit dabei sind unter anderem Gerald Hüther, Eckhard Klieme und Claudia Solzbacher. Für Bildungspraktiker, Forscher, Eltern und die interessierte Öffentlichkeit bieten wir viel Raum zum Erfahrungsaustausch.
Das Programm zum Download
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Die Veranstaltung im Überblick

  • Wann? Donnerstag, 14. März 2013
  • Wo? Wissenschaftszentrum Bonn (Anreise)
  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
  • Bleiben Sie bei Facebook, Twitter oder mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Tagungsdokumentation

Ausführliche Berichte, Fotos, Materialien und weiterführende Links rund um die Fachtagung »Perspektive Begabung« am 14. März 2013 finden Sie
auf der Website unserer Tagungsdokumentation.

Hotels und Unterkünfte in Bonn

Im März ist Messezeit in Köln. Reservieren Sie daher unbedingt frühzeitig ein Zimmer für Ihre Übernachtung. Wir haben für Sie ein größeres Zimmerkontingent in verschiedenen Bonner Tagungshäusern bzw. Hotels für eine Übernachtung vom 13. auf den 14. März 2013 vorreserviert. Eine Liste mit den Hotels/Unterkünften können Sie hier downloaden.

Anerkennung als Lehrerfortbildung

Angela von Wietersheim

Angela von Wietersheim

  • Leiterin Wissen­schafts­transfer
  • (02 28) 959 15-91

Rückblick auf Fachtagung 2011: "Bildung nicht nach Stechuhr"

"Perspektive Begabung": Mehr als 230 Gäste haben bei der Fachtagung im Wissenschaftszentrum Bonn diskutiert. Die Online-Dokumentation umfasst Audios, Fotos und Präsentationen. Ebenfalls online: Die Doku zur Abendveranstaltung "Talente für Deutschland".

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14.03.2013, Wissenschaftszentrum, Bonn

Tagungsdokumentation

Ausführliche Berichte, Fotos, Materialien und weiterführende Links rund um die Fachtagung »Perspektive Begabung« am 14. März 2013 finden Sie
auf der Website unserer Tagungsdokumentation.

Kompetenz: Kaum ein Thema wird derzeit in Bildungspolitik und -forschung so intensiv, aber auch so kontrovers diskutiert. Auf der Fachtagung „Perspektive Begabung“ wollen wir das Thema aus dem Blickwinkel der Begabungsförderung ausloten. Wir fragen deshalb konkret nach, welche Chancen die Kompetenzentwicklung Kindern und Jugendlichen eröffnet. Wie kann sie dazu beitragen, individuelle Stärken zu fördern und Potenziale zu mobilisieren? An welchen Bildungsorten und unter welchen Rahmenbedingungen kann eine begabungsfördernde Kompetenzentwicklung stattfinden?

Bildung & Begabung möchte zur Auseinandersetzung und Weiterentwicklung der Themen Talent und Talentförderung beitragen. Mit der Fachtagung „Perspektive Begabung“ laden wir ein, neue Blickwinkel einzunehmen, sich über aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft zu informieren und mit Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis auszutauschen.


PROGRAMM


9:00 Uhr --- Begrüßungskaffee und Thementische
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Sie möchten sich gerne mit anderen Tagungsteilnehmenden austauschen und vernetzen? An den Thementischen können Sie schon zu Beginn der Tagung bei einer Tasse Kaffee mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen, die sich ebenfalls für das von Ihnen gewählte Thema interessieren. Wir werden Tische zu den Themen einrichten, die bei der Anmeldung am häufigsten ausgewählt wurden.



10:00 Uhr --- Begrüßung
  • Dr. Elke Völmicke (Bildung & Begabung, Bonn)


10:15 Uhr --- Eingangsstatement: Alle Kinder haben Potenziale. Was wir tun können, damit sie sich entfalten: Erkenntnisse aus der Hirnforschung.
  • Prof. Dr. Gerald Hüther (Neurobiologische Präventionsforschung, Göttingen)
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Gerald Hüther plädiert für ein Umdenken und ein neues Verständnis von Potenzialentfaltung und Lernkultur. Einer einseitigen Konzentration auf Wissensvermittlung stellt er ein Konzept gegenüber, das auf potenzialorientiertes Lernen setzt. Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Begabungen von Kindern und Jugendlichen. Aus Sicht der Hirnforschung zeigt Gerald Hüther Wege auf, wie junge Menschen ihre Möglichkeiten ausschöpfen und Schlüsselkompetenzen entwickeln können: Wie schulische und außerschulische Lernorte gestaltet sein müssten, damit Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten erkennen und ausbilden können und welchen Beitrag wir hierzu leisten können.



11:15 Uhr --- Kompetenz- und Begabungsforschung im Dialog: Ein Gespräch
  • Prof. Dr. Eckhard Klieme (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Claudia Solzbacher (Universität Osnabrück)
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Kompetenzentwicklung und Begabungsförderung sind zentrale Begriffe, wenn es darum geht, die Fähigkeiten und Potenziale von Kindern und Jugendlichen weiterzuentwickeln. Im gemeinsamen Gespräch loten der Kompetenzexperte Eckhard Klieme und die Begabungsforscherin Claudia Solzbacher aus, inwieweit sich Erkenntnisse zur Kompetenzentwicklung für die Begabungsförderung nutzen lassen. Welchen Beitrag kann Kompetenzorientierung leisten, um die unterschiedlichen Begabungen in schulischen und außerschulischen Kontexten besser zu erfassen und zu entwickeln? Wie kann fachliches und überfachliches Lernen verknüpft werden und inwieweit hat sich die Bildungspraxis schon auf den Weg gemacht?



12:00 Uhr --- Mittagspause


13:00 Uhr --- Parallele Foren 1-3

(Forum 1: Vortrag mit Reflexionsphase und Austausch)

Forum 1: Kompetenzentwicklung im Unterricht
  • Dr. Heinz Klippert (Lehrerfortbildungsinstitut der ev. Kirchen in Landau/Pfalz): „Kompetenzorientiert fördern - aber wie?“
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Heinz Klippert plädiert dafür, die Entwicklungspotenziale von Schülern möglichst vielfältig und systematisch zu aktivieren. Denn je breiter die Kompetenzförderung im Unterricht angelegt ist, desto stärker wird den unterschiedlichen Begabungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen. Dabei geht es nicht nur um kognitive, sondern auch um soziale, kreative oder kommunikative Kompetenzen. Im Vortrag werden bewährte Strategien und Beispiele zum Aufbau einer derartigen Förderkultur vorgestellt. Kernpunkte sind gezielte Lernkompetenzförderung, kooperatives Lernen, differenzierter Arbeitsunterricht und dosierte Wahlangebote in den Fächern. Konkretisiert wird, wie die Schüler/innen zeitnah und flexibel Unterstützung, Erziehung und Feedback erfahren können, ohne dass die Lehrkräfte ständig direkt eingreifen und beraten müssen. Das ist Lehrerentlastung und Kompetenzförderung in einem. Der Aufbau dieser Lern- und Förderkultur steht im Zentrum des Vortrags.



(Foren 2 und 3: Impulsreferate mit moderiertem Erfahrungsaustausch)

Forum 2: Kompetenzentwicklung in der außerschulischen Begabungsförderung
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Begabungsförderung findet neben der Schule auch in vielfältigen außerschulischen Lernorten statt. Im Forum wird diskutiert, wie sich die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in der außerschulischen Förderung ansprechen und weiterentwickeln lassen. Es wird aufgezeigt, inwiefern sich die Kompetenzentwicklung hier im Vergleich zum normalen Schulunterricht möglicherweise unterscheidet. Nicht zuletzt geht es auch um die Frage, wie Kompetenzförderung in schulischen und außerschulischen Settings künftig besser verknüpft werden kann.

  • Prof. Dr. Jens Möller (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel): „Das Projekt teutolab aus lern- und motivationspsychologischer Perspektive. Ergebnisse einer Evaluation“
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Das Projekt „teutolab“ will Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaften begeistern. Anfang 2000 gestartet, hat sich teutolab inzwischen einer gründlichen Evaluation unterzogen: Wissenschaftler der Universität Kiel haben das Projekt begleitet und seine Effekte auf Lernmotivation, Wissensstände und selbstgesteuerte experimentelle Aktivitäten untersucht. In der Evaluation ging es auch darum, zu klären, inwieweit der Lernort Labor sich im Vergleich zum normalen Schulunterricht auf die Motivation der Schüler auswirkt und wie sich die Erfahrungen in den Unterricht integrieren lassen.

  • Klaus-Peter Haupt (Schülerforschungszentrum Nordhessen der Universität Kassel / Studienseminar für Gymnasien Kassel): „‘Wir verfolgen nicht nur eine fachspezifische Ausbildung‘: Kompetenzorientierung im Schülerforschungszentrum Nordhessen“
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Im Schülerforschungszentrum können Jugendliche in allen MINT-Fächern sowie Astrophysik und Geophysik eigene Forschungsarbeiten durchführen. Dabei nutzen sie kooperative Arbeitsformen, und entwickeln Motivation, Eigenverantwortung und Teamautonomie. Klaus-Peter Haupt stellt vor, mit welchen Lernarrangements und Leitlinien das Schülerforschungszentrum arbeitet, um den Kompetenzerwerb der teilnehmenden Schüler zu fördern und ihre Potenziale zu entwickeln.



Forum 3: Kompetenzentwicklung bei Schülern mit Migrationshintergrund
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    Schüler mit Migrationshintergrund schneiden beim Nachweis ihrer Kompetenzen in Fächern wie Deutsch, Mathematik oder Naturwissenschaften durchschnittlich immer noch schlechter ab als Schüler deutscher Herkunft. Neuere Studien zeigen, dass die Gruppe der Migrationsschüler dabei jedoch durchaus differenziert zu betrachten ist. Das Forum will den Fokus auf das Potenzial richten, das diese Schüler bereits mitbringen und das häufig übersehen wird. Außerdem wird thematisiert, wie sie in ihrer Kompetenzentwicklung gestärkt werden können und unter welchen Voraussetzungen Veränderungen möglich sind.

    • Prof. Dr. Birgit Leyendecker (Ruhr-Universität Bochum): „Das wenig beachtete Potenzial von Kindern aus zugewanderten Familien“
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    Kinder mit Migrationshintergrund sind zwar mit mehr potenziellen Problemen konfrontiert als Kinder der Mehrheitsgesellschaft. Gleichzeitig haben sie die Chance, bikulturelle und bilinguale Kompetenzen zu erwerben, die in der Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Birgit Leyendecker fordert eine ressourcenorientierte Perspektive ein: Was bedeutet es für die kognitive Entwicklung, wenn Kinder zweisprachig aufwachsen?

    • Walter Bald (Erich Kästner-Schule Bochum): „Kompetenzentwicklung und Talentförderung: Ein Schulbericht“
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    In der Erich Kästner-Schule in Bochum lernen Schüler aus rund 40 Nationen. Viele von ihnen kommen aus marginalisierten Familien und bringen zunächst „nur“ eine Hauptschulempfehlung mit. Die Schule hält dagegen und setzt auf die Förderung von individuellen Stärken, auf den Aufbau sozialer Kompetenzen und die Entfaltung von Leistungsmotiven. Und schneidet bei Schulleistungstests inzwischen überdurchschnittlich ab. Wie gelingt es, mit der Entwicklung sozialer und fachlicher Kompetenzen dazu beizutragen, dass Schüler mit Migrationshintergrund ihre Talente entfalten können? Der Leiter der Erich Kästner-Schule berichtet über die Probleme und Herausforderungen in der Praxis und welche Lösungsansätze in der Erich Kästner Schule erfolgreich waren.



    14:45 Uhr --- Kaffeepause und Gespräche


    15:15 Uhr --- Diskussion: Kompetenz kennt keinen Feierabend: Begabungs- und Kompetenzentwicklung in Schule, Studium und Ausbildung
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    Begabung braucht Raum, um sich zu entfalten – über viele Bildungsstationen hinweg. Erfolgreiche Begabungs- und Kompetenzentwicklung ist die zentrale Herausforderung für den Unterricht. Aber sie endet nicht mit dem Schulabschluss. Deshalb wollen wir die Stationen Schule, Studium und Ausbildung in einen Kontext stellen: Welche Kompetenzen sind besonders wichtig, damit junge Menschen ihre Potenziale über die Schule hinaus erfolgreich weiterentwickeln können? Wir möchten herausfinden, welche Erwartungen Wirtschaft und Hochschulen an die Schülerinnen und Schüler haben und was Schulen in dieser Hinsicht leisten können. Welche Erkenntnisse und Strategien bietet die Wissenschaft?

    • Günther Hohlweg (Professional Education Siemens, München)
    setzt mit speziellen Programmen als Ausbildungsleiter bei Siemens auf begabte Jugendliche, die jedoch wegen fehlender Basiskompetenzen regulär keine Chance auf einen Ausbildungsplatz haben.
    • Prof. Dr. Bernd Kriegesmann (Westfälische Hochschule, Gelsenkirchen)
    will Potenziale aus hochschulfernen Gruppen gewinnen und Übergänge besser verzahnen: An seiner Hochschule hat er eine Einstiegsakademie eingeführt, um Studienanfänger beim Erwerb von Kompetenzen zu unterstützen.
    • Ute Simon-Nadler (Hessenwaldschule, Weiterstadt )
    engagiert sich als Schulleiterin für stärkenorientiere Förderung: Wie werden Kinder fit fürs Leben? Wie gelingt es Schule und Gesellschaft, Schlüsselkompetenzen zu vermitteln, Neugier, Freude und Kraft zu fördern und Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen?
    • Prof. Dr. Heinz-Werner Wollersheim (Universität Leipzig)
    leitet den Studiengang „Begabungsforschung und Kompetenzentwicklung“: Begabungsförderung und Professionalisierung von Kompetenzentwicklung in schulischen und außerschulischen Handlungsfeldern, in Wirtschaft und Weiterbildung gehören zu seinen Kernthemen.


    16:15 Uhr --- Schlusswort

    16:30 Uhr --- Ende der Tagung
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