#PB20: "Mindset Begabung"

Fachtagung von Bildung & Begabung am 4. Juni 2020

Wenn wir über Bildungserfolg, Chancengerechtigkeit oder individuelle Förderung sprechen, denken wir meist an äußere Rahmenbedingungen. Wir haben weniger im Blick, wie sehr diese Themen von inneren Überzeugungen und Einstellungen von Lehrenden und Lernenden beeinflusst werden. Worauf kommt es an, damit Jugendliche erfolgreich sind? Welche Haltung führt zu Anstrengungsbereitschaft und Leistungserfolg – und welche eher nicht?

"Mindset Begabung"

  • Donnerstag, 4. Juni 2020
    9:15 Uhr - 16:30 Uhr
  • Maternushaus Köln
    Kardinal-Frings-Straße 1-3
    50668 Köln (Nähe Hbf)
  • Das Kurzprogramm der Tagung steht hier zum Download bereit.









  • Die Teilnahme ist kostenfrei
    inkl. Mittagessen & Kaffeepausen.
    Reise- oder Übernachtungskosten werden nicht erstattet.

Anmeldung

Da alle Tagungsplätze ausgebucht sind, können Sie sich leider nur noch für die Warteliste registrieren. Sollten Teilnehmer eines regulären Platzes absagen, benachrichtigen wir Nachrückerinnen und Nachrücker von der Warteliste.

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Die bestätigte Anmeldung gilt nur für Sie persönlich und ist nicht übertragbar.

Programm
  • Programm
  • 233,48 KB
#PB20 Flyer zum Download

Anerkennung als Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer

Die Fachtagung #pb20 »Mindset Begabung« wurde in allen Bundesländern zur Zertifizierung angemeldet. Die Regelungen der einzelnen Bundesländer sehen Sie so bald wie möglich hier.

Anreise

Die Tagung findet im Maternushaus in Köln statt, 700m entfernt von Dom und Hauptbahnhof.

Maternushaus Köln
Kardinal-Frings-Straße 1-3
50668 Köln
www.maternushaus.de

Anfahrtsskizze und Infos zu DB-Tickets mit Sonderkonditionen finden Sie unter
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Anfahrtsskizze zum Maternushaus



Parken: Eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen steht gegen Gebühr in der Tiefgarage des Maternushauses zur Verfügung. Nähere Informationen.

ÖPNV: Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, können Sie ein Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn zu Sonderkonditionien buchen (Hin- und Rückfahrt deutschlandweit ab 109,80 EUR). Informationen zur Buchung hier.

Unterkunft

Im Maternushaus (bis 24.04.2020) und im Stadthotel am Römerturm (bis 02.05.2020) ist ein Zimmerkontingent vorreserviert.

Für die Buchung eines Zimmers wenden Sie sich bitte direkt an das entsprechende Hotel und geben den Buchungscode »Perspektive Begabung« an.

Preise, Kontakt und City Tax Mehr

Hotelübernachtung vom
3. bis 4. Juni 2020


Maternushaus Köln
Kardinal-Frings-Straße 1-3
50668 Köln
Telefon: (0221) 16 310

Einzelzimmer Komfort: 109 €
Einzelzimmer Superior 119 €
inkl. Frühstück

Stadthotel am Römerturm
Sankt-Apern-Straße 32
50667 Köln
Telefon: (0221) 20 930

Einzelzimmer: 109 €
inkl. Frühstück

City Tax
Bitte beachten Sie, dass die Stadt Köln seit dem 1.10.2010 eine Kulturförderabgabe in Höhe von 5% des Brutto-Logispreises von allen Übernachtungsgästen erhebt. Nur bei Vorlage einer Dienstreisebescheinigung (Download-Link), die Sie vorher ausfüllen und von Ihrem Arbeitgeber unterschreiben lassen müssen, wird diese Abgabe nicht erhoben. Ansonsten sind die Kölner Hotels gesetzlich verpflichtet, die Gebühr einzufordern und dem Gast gesondert auf der Rechnung auszuweisen.

Ausführliche Infos zur Kulturförderabgabe finden Sie hier.

Teilnahmeurkunde

Nach der Teilnahme an der Veranstaltung erhält jeder Teilnehmende automatisch eine Teilnahmeurkunde per E-Mail zugesendet.

RECHTLICHES FOTOS

Während der Veranstaltung werden Bild- und Tonaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit von Bildung & Begabung gemacht. Wenn Sie die Ablichtung oder Veröffentlichung nicht wünschen sollten, steht es Ihnen frei, den Kontakt mit dem Fotografen der Veranstaltung zu suchen, um eine interessengerechte Umsetzung zu erreichen.

Rechtliches Datenschutz

Zur Anmeldung für die Tagung erheben wir personenbezogene Daten mittels eines Online-Anmeldeformulars. Die Verarbeitung der von Ihnen in das Kontaktformular eingegebenen Daten erfolgt ausschließlich auf Grundlage Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Gefördert durch






Team Perspektive Begabung

Team Perspektive Begabung

  • (0228) 959 15-90

04.06.2020, Maternushaus, Köln

Die Fachtagung „Perspektive Begabung“ (#pb20) greift am 4. Juni in Köln das Thema „Mindset Begabung“ auf und betrachtet das Thema „Haltung“ bei Lehrenden und Lernenden. Macht es für den Schulerfolg von Jugendlichen einen Unterschied, welche Erwartungshaltung ihnen ihre Lehrkraft entgegenbringt? Welche Rolle spielen Resilienz, Feedback, Vorurteile oder Körpersprache? Und nicht zuletzt: Was verändert sich, wenn Haltung sich verändert?


MODERATION


  • Dr. Jan-Martin Wiarda, Journalist für Bildung und Wissenschaft, Teltow
  • Volker Groß, Hörfunkmoderator Radio Bonn/Rhein-Sieg, Bonn





AB 8:00 UHR REGISTRIERUNG UND BEGRÜSSUNGSKAFFEE


9:15 UHR BEGRÜSSUNG
  • PD Dr. Elke Völmicke, Geschäftsführerin Bildung & Begabung, Bonn


    9:30 UHR ERÖFFNUNG

  • MINDSET BEGABUNG – DAS GEHEIMNIS GUTER SCHULEN
  • Prof. Dr. Hans Anand Pant
    Professor für Erziehungswissenschaftliche Methodenlehre an der Humboldt-Universität zu Berlin und Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie
  • Mehr
    Gute Schulen zu gestalten ist keine einfache Aufgabe. Die Herausforderungen, vor denen Schulen in Deutschland stehen, sind vielfältig und erfordern häufig mutige und eigenwillige Lösungen. Vielen Schulen in Deutschland gelingt es, für das Lernen zu begeistern. Sie setzen Kreativität frei, lassen Lust an Leistungen entstehen und erziehen zu Fairness und Verantwortung. Als Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie hat Hans Anand Pant wie kaum ein anderer Einblick in erfolgreiche Schulentwicklungsprozesse. In seinem Vortrag lüftet er das Geheimnis guter Schulen. Er geht darauf ein, wie die Haltung aller Beteiligten es Schulen ermöglicht hat, sich „auf den Weg zu machen“ – und welche Hürden sie dabei genommen haben.


  • HALTUNG IST EINE ENTSCHEIDUNG
    • Severin von Hoensbroech
      Psychologe, Regisseur, Schauspieler, Lehrbeauftragter an der WHU – Otto Beisheim School of Management und Trainer, Kerpen
    • Mehr
      Eine gute Lernkultur entsteht nicht zuletzt durch eine wertschätzende, ressourcenorientierte, motivierende Grundhaltung der Lehrenden. Soweit so gut. Aber wie wirke ich eigentlich? Vermittle ich meinen Schülerinnen und Schülern, dass ich sie ernst nehme und wertschätze? Oder steht – möglicherweise unbewusst – meine Körpersprache für etwas ganz anderes? Es ist immer wieder überraschend, wie viel bereits kommuniziert wird, bevor das erste Wort gesprochen ist, sagt Severin von Hoensbroech. Er verrät, worauf es bei einem wertschätzenden Auftreten ankommt und warum Haltung eine Entscheidung ist.


    • VORBILD – VORBILDLICHE HALTUNG?
      • Gloria Boateng
        Gründungsinitiatorin von SchlauFox, Hamburg
        • Trang Schwenke-Lam
          Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft
          • Florian Sievert
            Lehrer an der Evangelischen Schule Berlin Mitte
          • Mehr
            Laut OECD-Bildungschef Andreas Schleicher führen Schülerinnen und Schüler in Deutschland Leistungserfolg eher auf Begabung zurück, während junge Menschen in Asien mehrheitlich davon überzeugt sind, dass die eigene Anstrengung ausschlaggebend ist. Müssen wir unsere Einstellung zum Thema Bildungserfolg hinterfragen? Welche Faktoren entscheiden wirklich darüber, ob Jugendliche erfolgreich sind? Und mit welcher Haltung wollen wir die junge Generation auf die Zukunft vorbereiten? Mit der SchlauFox-Gründerin Gloria Boateng, der Bildungsforscherin Trang Schwenke-Lam und dem Berliner Lehrer Florian Sievert sprechen wir über Lernerfolg, Leistungsbereitschaft, Vorbilder und darüber, ob Bildung eine Haltungsfrage ist.



            11:00 UHR
            KAFFEEPAUSE


            11:45 UHR VORTRÄGE


            12:30 UHR MITTAGSPAUSE

            13:30 UHR PRAXISFOREN


            15:00 UHR KAFFEEPAUSE

            15:30 UHR VORTRAG
          • WIE MAN WERDEN KANN, WER MAN IST. ANSATZPUNKTE UND WEGE ZUR SELBSTBILDUNG
          • Seniorprof. Dr. Dr. h.c. Rolf Arnold,
            Seniorprofessor für Pädagogik an der TU Kaiserslautern
          Mehr
          Wir alle sind in unseren Urteilen und Handlungen davon bestimmt, welche Denkmuster in uns angelegt sind. Dazu gehören auch innere Offenheit, Flexibilität und Gelassenheit im Umgang mit anderen. Wie gelingt es uns, im Gegenüber dessen Potenziale und nicht die Bestätigung der eigenen Erfahrungen und Befürchtungen zu suchen? Mit welchem Mindset können wir Jugendlichen bei der Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihrer Talente helfen? Rolf Arnold spricht im Abschlussvortrag darüber, wie wir mit einer professionellen, wertschätzenden Haltung junge Menschen darin unterstützen können, zu werden, wer sie sein können.


          16:15 UHR RESÜMEE

          16:30 UHR ENDE DER TAGUNG





          VORTRAG 1: Was zählt? Haltung als Schlüssel
          11:45 Uhr - 12:30 Uhr
          Prof. Dr. Claudia Solzbacher, Professorin em. für Schulpädagogik an der Universität Osnabrück Mehr
          Was ist gerecht? Wenn wir im Klassenzimmer allen Schülerinnen und Schülern gleich viel Aufmerksamkeit zukommen lassen – oder vor allem den Leistungsschwachen? Oder sollte man eher diejenigen fördern, die interessiert sind und weiterkommen wollen? So sehr Einigkeit bei der Forderung nach einer professionellen pädagogischen Haltung besteht, um Kinder und Jugendliche bestmöglich zu fördern, so wenig ist im Detail häufig klar, wie dies umgesetzt werden kann. Claudia Solzbacher erklärt in ihrem Vortrag, was eine professionelle Haltung ausmacht und wo es in der Berufspraxis auf Haltung ankommt. Sie geht auf das Dilemma von Haltungsgerechtigkeit ein und erklärt, wie schulische und außerschulische Lernorte damit umgehen können.




          VORTRAG 2: Schüler-Lehrer-Beziehung und Schulerfolg
          11:45 Uhr - 12:30 Uhr
          Prof. Dr. Olaf Köller, Professor für Empirische Bildungsforschung an der Universität Kiel Mehr
          Mit seinem Buch „Visible Learning“ hat John Hattie 2009 für Schlagzeilen gesorgt. Hatties Botschaft war, dass nicht die Rahmenbedingungen, sondern die Lehrkräfte die entscheidenden Akteure für die schulische Leistungs- und Lernentwicklung von Kindern und Jugendlichen sind. Besonders bedeutsam: das Verhältnis von Schülern und Lehrern. Lehrkräfte, die den Jugendlichen ein aufgabenorientiertes, unterstützendes Feedback geben und die ein emotional warmes und vertrauensvolles Verhältnis zu ihnen haben, bewirken höhere Lernerfolge. Olaf Köller erläutert in seinem Vortrag, warum das Lehrkraft-Schüler-Verhältnis für die Motivation und die Leistung von Schülerinnen und Schüler so bedeutsam ist und worauf es dabei ankommt.




          VORTRAG 3: Kevin schafft die Schule nicht: Auswirkung von Vorurteilen und Stereotypen
          11:45 Uhr - 12:30 Uhr
          Prof. Dr. Lars-Eric Petersen, Professor für Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Mehr
          „Kevin gehört nicht aufs Gymnasium“ oder „Mädchen können halt kein Mathe“: Vorurteile und Stereotype sind auch im Schulalltag allgegenwärtig. Bewusste oder unbewusste Voreinstellungen bei Lehrkräften können jedoch das Selbstbild, die Motivation und den Lernerfolg der betroffenen Schülerinnen und Schüler maßgeblich beeinflussen. Dies gilt auch, wenn Jugendliche sich untereinander ausgrenzen und diskriminieren. In seinem Vortrag sensibilisiert Lars-Eric Petersen für Stereotype und Vorurteile in alltäglichen Situationen und weist auf mögliche Folgen für die Betroffenen hin. Er macht Vorschläge zur Intervention und wie eine positive Lernkultur gefördert werden kann.




          VORTRAG 4: Wenn Schüler gerne lernen: Was wir von anderen Lernkulturen übernehmen können
          11:45 Uhr - 12:30 Uhr
          Prof. Dr. Anne Sliwka, Professorin für Bildungswissenschaft an der Universität Heidelberg Mehr
          Wie kann Unterricht so gestaltet werden, dass Jugendliche eigenverantwortlich, engagiert und motiviert lernen? Diese Frage stellt sich nicht nur hierzulande. Andere Länder pflegen stärker als Deutschland die Haltung des „growth mindset“. Die Idee dahinter: Leistung und – in gewissem Rahmen – Intelligenz können sich entwickeln, wenn Schüler daran glauben, dass sie mit Fleiß und Anstrengung bessere Leistungen erzielen werden. Das setzt voraus, dass sie Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen. Doch wie entwickelt sich die Kompetenz zur Selbstregulation und zum strategischen Nachdenken über das eigene Lernen? Wie sehen wirksame Lernumgebungen aus, die sich positiv auf ein dynamisches Selbstkonzept (growth mindset) und Selbstwirksamkeitserwartungen der Jugendlichen auswirken? Anne Sliwka wirft in ihrem Vortrag den Blick auf den Zusammenhang von Unterrichtsdesign, Mindset und Agency und zeigt, was wir von anderen Lernkulturen übernehmen können.




          VORTRAG 5: Haltung: Train the trainer
          11:45 Uhr - 12:30 Uhr
          Severin von Hoensbroech, Psychologe, Regisseur, Schauspieler, Lehrbeauftragter an der WHU – Otto Beisheim School of Management und Trainer, Kerpen Mehr
          Lernprozesse sind nur nachhaltig, wenn die Inhalte nicht nur intellektuell, sondern auch auf einer emotionalen Ebene vermittelt werden. Ohne Respekt und Wertschätzung, Begeisterung und Empathie kann Unterricht nicht gelingen. Wie muss ich auftreten, um meine Schülerinnen und Schüler zu inspirieren und zu motivieren? Wie erziele ich eine größtmögliche Resonanz? Severin von Hoensbroech lenkt in seinem Vortrag den Fokus des Unterrichtens auf das „wie“ und weniger auf das „was“. Er spricht über die Mechanik, die einer solchen Haltung zugrunde liegt, und macht deutlich, wie wir authentisch, überzeugend und glaubwürdig auftreten und unsere Botschaften wirkungsvoll transportieren können.




          VORTRAG 6: Durch Feedback Lernmotivation und Lernerfolg fördern
          11:45 Uhr - 12:30 Uhr
          Prof. Dr. Vera Busse, Professorin für Mehrsprachigkeit und Bildung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Mehr
          Gutes Feedback kann Lernerfolg in hohem Maße beeinflussen. Das Geben und Nehmen von Feedback ist jedoch ein komplexes Wechselspiel. Zudem wirkt nicht jedes Feedback gleich motivierend auf die Lernenden. Woran liegt es, wenn Feedback nicht angenommen wird? Es sind zum einen individuelle Unterschiede der Lernenden, die Wahrnehmung und Rezeption von Feedback beeinflussen. Zum anderen spielt die Gestaltung des Feedbacks sowie die Haltung der Lehrkräfte eine Rolle: Bin ich davon überzeugt, dass mein Feedback den Lernenden helfen kann? Wie gehe ich in meiner Klasse mit Fehlern um? Hole ich mir selbst Feedback von Lernenden ein? Vera Busse erläutert in ihrem Vortrag den Zusammenhang von Feedback, Haltung, Motivation und Lernerfolg. Sie stellt dar, wie Feedback gestaltet werden muss, um die Lernenden zu motivieren und Lernprozesse nachhaltig zu unterstützen und gibt Beispiele aus der Praxis.




          VORTRAG 7: Präsenz & Wirkung: Mit Körperhaltung Lehren und Lernen beeinflussen
          11:45 Uhr - 12:30 Uhr
          Frank Jäger, Kommunikationstrainer, Coach und Theaterpädagoge, Düsseldorf Mehr
          Vielen ist nicht bewusst, welche Wirkung sie mit ihrer Körpersprache erzielen. Dabei hängt die Vermittlung von Lerninhalten zu einem erheblichen Teil von nonverbaler Kommunikation ab. Körpersprache wirkt sich auf die Anschaulichkeit des Unterrichts ebenso aus wie auf Aufmerksamkeit und Interesse der Schülerinnen und Schüler. Das Nonverbale beeinflusst maßgeblich die Glaubwürdigkeit des Gesagten und das Verhalten der Lernenden. Die innere Haltung drückt sich auch in der Körperhaltung aus – und dies wird unbewusst wahrgenommen. Der interaktive Vortrag von Frank Jäger beleuchtet in komprimierter Form den Zusammenhang von innerer und äußerer Haltung und die Wirkung der Ausstrahlung vor allem im Bezug Lehren und Lernen.







          PRAXISFORUM 1: Kreativ unterrichten – mit einem neuen Rollenbild
          13:30 Uhr - 15:00 Uhr
          Ingrid Gündisch, Dipl. Regisseurin und Dozentin, Hamburg Mehr
          Lernerfolg hängt von vielen Faktoren ab – auch davon, welche Rolle die Lehrenden gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern einnehmen. Trainerin Ingrid Gündisch schlägt eine Haltung vor, die von Mut zur Kreativität und zu neuen Methoden geprägt ist. Im Praxisforum erhalten die Teilnehmenden Anregungen, wie sie sich durch kreative Lernmethoden selbst zurücknehmen und den Jugendlichen mehr Raum für ihren Lernprozess geben können. Unterrichtsmethoden, die auf Kreativität fußen, verändern die Lehrerrolle, führen zu einer neuen Lernkultur und machen den Unterricht spannender und tiefgründiger. Kreatives Unterrichten eignet sich für alle Schülerinnen und Schüler, schafft aber auch Nischen für die Leistungsstarken.




          PRAXISFORUM 2: Lernkultur: Neue Haltung – neue Handlungsmöglichkeiten
          13:30 Uhr - 15:00 Uhr
          Heike Hofmann, Kommunikationstrainerin körper&sprache, Köln Mehr
          Eine gute Lernkultur ist entscheidend für erfolgreichen Kompetenzerwerb. Schülerinnen und Schüler brauchen eine Umgebung, die sie herausfordert, in der sie aus Fehlern lernen können, in der sie Unterstützung finden und Vertrauen genießen. Wie lässt sich eine solche Lernkultur entwickeln, angesichts heterogener Klassen sowie Motivations- und Leistungsproblemen bei Schülern? Veränderungen werden durch verändertes Verhalten möglich – eine Verhaltensänderung wiederum nur durch eine Haltungsänderung. Welche Haltung befördert diese gewünschte Lernkultur? Wie kann ich persönlich diese Absicht umsetzen? Heike Hofmann stellt im Praxisforum vor, wie dies mit ausgewählten Instrumenten des Zürcher Ressourcen Modells® gelingen kann. Die Teilnehmenden lernen, wie sie unbewusste Kräfte mobilisieren können, um die eigene Haltung im Sinne der intendierten Lernkultur zu gestalten.




          PRAXISFORUM 3: Haltung entwickeln!
          13:30 Uhr - 15:00 Uhr
          Matthias Bartscher, Dipl. Pädagoge, Geschäftsführer der Elternschule im Jugendamt Hamm und freier Trainer Mehr
          „Haltung entwickeln!“ ist für Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung: Mit welcher Haltung gehen sie zur Schule? Welche Haltung hilft ihnen, Lernmotivation zu entwickeln oder Krisen zu überwinden? Vor vergleichbaren Herausforderungen stehen Lehrkräfte und andere schulische Akteure: Mit welcher Haltung begegnen sie den Jugendlichen, wie gehen sie mit nicht motivierten Schülern oder Eltern um? Eine professionelle Haltung ist die Grundlage erfolgreicher Kommunikation. Aber nicht immer ist das, was wir theoretisch wissen, in der Praxis leicht umzusetzen. Wie Unterrichtende sich mit ihrer Haltung auseinandersetzen und sie weiterentwickeln können, macht Matthias Bartscher im Praxisforum vor. Es werden praktische Situationen aufgegriffen und herausgearbeitet, welche Haltungs-Aspekte in welcher Situation besonders hilfreich sind.




          PRAXISFORUM 4: Erfolgsfaktor Resilienz
          13:30 Uhr - 15:00 Uhr
          Simone Kriebs, Diplom Pädagogin und Resilienztrainerin, Herne Mehr
          Manche Jugendliche sind trotz schwieriger Bedingungen erfolgreich in der Schule: Sie sind resilient. Resilienz meint die psychische Widerstandsfähigkeit, die unerlässlich ist, um schwierige Situationen und Herausforderungen im Leben bewältigen zu können. Resilienz setzt sich unter anderem aus den Aspekt en Optimismus und Fehlerfreundlichkeit, Lösungsorientierung, persönliche Verantwortungsübernahme, Selbstwirksamkeit und soziale Kompetenzen zusammen. Auch für die Lehrenden selbst ist Resilienz eine wichtige Kompetenz, die dabei hilft, gelassener mit schwierigen Prozessen umzugehen. Der Schlüssel dafür liegt in jedem Menschen selbst. Pädagogen, die Jugendlichen diese Werte vorleben, unterstützen sie in einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung – und vermitteln ihnen grundlegende Ressourcen für ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Leben. Mit neurobiologischem Hintergrundwissen und praktischen Übungen unterstützt das Praxisforum von Simone Kriebs die Teilnehmenden in der Entwicklung ihrer Resilienz und bietet ihnen Ideen und Anregungen für die Resilienzförderung von jungen Menschen.




          PRAXISFORUM 5: Im Gespräch mit erfolgreichen Schulen Schülerinnen und Schüler mit einer professionellen Haltung begleiten – wie machen das die anderen? In diesem Intensiv-Forum lüften fünf Schulexperten ihre Geheimnisse und stellen jeweils einen erfolgreichen Ansatz ihrer Arbeit vor. Anschließend kommen Sie in einem Exklusiv-Labor ins Gespräch. Um einen intensiven Austausch zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl begrenzt.
          13:30 Uhr - 15:00 Uhr
        • Schulprogramm Verantwortung
        • Anke Bachmann, Leiterin der Evangelischen Schule Neuruppin
          Dr. Bettina Labahn, Stellvertretende Leiterin der Evangelischen Schule Neuruppin Mehr
          Zu den Leitlinien der Evangelischen Schule Neuruppin für erfolgreiches Lernen gehört, Wertschätzung zu leben, die ganze Persönlichkeit der Schüler in den Blick zu nehmen und den Jugendlichen Verantwortung zu übertragen: In der Evangelischen Schule übernehmen die Schüler zum Beispiel an zwei Tagen im Jahr unter dem Motto „Schüler machen Schule“ alle Aufgaben in der Schule, vom Unterrichten bis zu Hausmeistertätigkeiten. Zu verschiedenen Gelegenheiten, zum Beispiel im Vertretungsunterricht, kehren einige der „Lehrer-Schüler“ in „ihre“ Klassen zurück, um sie zu unterrichten. „Die Schüler sehen, dass wir ihnen viel zutrauen. Uns ist wichtig, mit den Schülern auf Augenhöhe, in einem sehr respektvollen Rahmen zu kommunizieren“, sagt Anke Bachmann. Diese Haltung zahlt sich aus: Die Schule hat nicht nur doppelt so viele Bewerber wie Plätze; auch die Abitur-Ergebnisse liegen über dem Landesdurchschnitt.




          Lehrerpersönlichkeit – auf die Haltung kommt es an
          Heidemarie Brosche, Autorin und ehem. Lehrerin an einer Grund- und Mittelschule in einem Augsburger Brennpunkt Mehr
          Welche Persönlichkeit macht einen guten Lehrer, eine gute Lehrerin aus? Und was hat das mit Haltung zu tun? Ihre langjährige Erfahrung als Lehrerin an Schulen in einem Augsburger Brennpunkt hat Heidemarie Brosche in ihre Buchreihe „Der kleine Lehrerflüsterer“ einfließen lassen. In der Ausgabe „Lehrerpersönlichkeiten“ steht das Thema „Haltung“ im Mittelpunkt. Respekt und Wertschätzung, Stärkenorientierung, Innovationsbereitschaft, Selbstreflexion, professionelle Distanz und eine überraschungsoffene Grundhaltung sind wichtige Facetten von innerer Haltung. Vor allem aber, so Heidemarie Brosche, komme es darauf an, bereit zu sein, auch einmal die Perspektive zu wechseln und die eigene Haltung kritisch zu überprüfen.




          Resilienz als Motor für Schulerfolg
          Helmut Hochschild, langjähriger Schulleiter, Schulrat, Lehrerausbilder, ehem. Interimsschulleiter der Rütli-Schule und Podcaster, Berlin Mehr
          Warum sind manche Jugendliche trotz schwieriger Startbedingungen in der Schule erfolgreich? Und wie können Schulen zu einer höheren Resilienz von benachteiligten Schülerinnen und Schülern beitragen? „Wenn ich verstehe, warum ich lerne, was ich lerne und meinen eigenen Einfluss auf das Lernen einschätzen kann – dann bin ich resilient“, beschreibt Helmut Hochschild die Faktoren für den Schulerfolg von benachteiligten Schülern. Die persönlichen Voraussetzungen für Resilienz können durch die Umwelt gestärkt werden, zum Beispiel durch ein positives Schul- und Unterrichtsklima, so der ehemalige Interimsleiter der Berliner Rütli-Schule. Dazu gehört wertschätzende Kommunikation, vertrauensvolle Beziehungen, Anregung von Selbstwirksamkeit oder auch Ermöglichung von Partizipation.




          Request to Reset: ein neues Mindset von Schule
          Jan-Martin Klinge, Abteilungsleiter der Gesamtschule Auf dem Schießberg, Autor und Blogger, Siegen Mehr
          Rasmus hat den letzten Physiktest nicht bestanden. Gibt es noch eine zweite Chance für ihn? Wenn es nach dem Konzept „Request to Retest“ geht, lautet die Antwort: Ja. Bei „Request to Retest“ kann sich ein Schüler nach erfolgloser Prüfung dieser erneut stellen, wenn er seinen Lernfortschritt dokumentiert. Hinter der Idee der zweiten Chance, sagt Jan-Martin Klinge, steckt mehr als ein Konzept. Es geht um eine neue Vision von Schule, Lernen und Erziehung. Um die Frage, wohin Schule sich entwickeln soll. Und um eine neue Haltung und die Bereitschaft, aus eingefahrenen Strukturen und Perspektiven auszubrechen.




          Lachend Leistung lieben lernen
          Frank Wagner, Schulleiter der Gebrüder-Grimm-Schule Hamm Mehr
          Viele Schüler mit Migrationshintergrund, schlechte Ausstattung, räumliche Enge: Die Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm hat mit den gleichen Baustellen zu kämpfen wie viele Brennpunktschulen in Deutschland. Was sie von den anderen unterscheidet, ist ihr erfolgreiches Lernkonzept und ihre pädagogische Haltung. „Probleme nicht als Probleme, sondern als Herausforderung zu sehen“, gehört dazu. Das Schulmotto „Lachend Leistung lieben lernen“ möchte anleiten zu Eigenverantwortung, Wertschätzung, Förderung respektvollen Handelns, positivem Feedback. Konkret heißt das: neue Unterrichtsformate, Zielvereinbarungen, multiprofessionelle Teams, Talente fokussieren, Pausenbesprechungen, Lobbriefe, Motivationskärtchen, Einbeziehung der Eltern. 2019 erhielt die Schule den Deutschen Schulpreis. „Was hier ausgezeichnet wurde, ist weniger ein Konzept – es ist eine Haltung“, schrieb DIE ZEIT über die Gebrüder-Grimm-Schule.




          PRAXISFORUM 6: Beziehungen: Schlüssel für erfolgreiche Bildung
          13:30 Uhr - 15:00 Uhr
          Wolfgang Vogelsaenger, Themenleitung „Beziehungen“ Deutsche Schulakademie, Berlin Mehr
          Was hat Lernerfolg mit Empathie, Sicherheit oder Feinfühligkeit zu tun? In guten pädagogischen Beziehungen fühlen sich Schülerinnen und Schüler angenommen und wertgeschätzt. Ihnen wird ermöglicht, Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen. Eine von Akzeptanz, Vertrauen und Herausforderung geprägte Haltung schafft eine Umgebung für gutes Lernen und ist Ausgangspunkt für die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen. Im Praxisforum stellt Wolfgang Vogelsaenger vor, wie Beziehungen an schulischen oder außerschulischen Lernorten gelingen können. Die Teilnehmenden erfahren, wie auf der strukturellen und auf der persönlichen Ebene die Voraussetzungen dafür geschaffen werden können, um erfolgreich Beziehungen zu gestalten und zu professionalisieren.




          PRAXISFORUM 7 Präsenz & Wirkung: Mit Körperhaltung Lehren und Lernen beeinflussen
          13:30 Uhr - 15:00 Uhr
          Frank Jäger, Kommunikationstrainer, Coach und Theaterpädagoge, Düsseldorf Mehr
          Vielen ist nicht bewusst, welche Wirkung sie mit ihrer Körpersprache erzielen. Dabei hängt die Vermittlung von Lerninhalten zu einem erheblichen Teil von nonverbaler Kommunikation ab. Körpersprache wirkt sich auf die Anschaulichkeit des Unterrichts ebenso aus wie auf Aufmerksamkeit und Interesse der Schülerinnen und Schüler. Das Nonverbale beeinflusst maßgeblich die Glaubwürdigkeit des Gesagten und das Verhalten der Lernenden. Die innere Haltung drückt sich auch in der Körperhaltung aus – und dies wird unbewusst wahrgenommen. Das Praxisforum entspricht inhaltlich Vortrag 7 vom Vormittag. Im Praxisforum lernen die Teilnehmenden darüber hinaus durch erlebnisorientierte Methoden ihre persönliche Körpersprache spielerisch kennen und bewusster zu nutzen. Dabei bekommen sie Tipps, wie sie ihre nonverbale Kommunikation gezielt variieren können und erweitern ihre Handlungsspielräume für die eigene Praxis.






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          RÜCKBLICK
          Sie möchten einen (Rück-)blick auf unsere Fachtagung »Perspektive Begabung« in den vergangenen Jahren werfen? Unter folgenden Links finden Sie ausführliche Tagungsdokumentationen:

          • Tagung 2019: »Perspektive Begabung:
            SCHULE.AUS.BILDUNG – Berufliche Orientierung«
            • Tagung 2018: »Perspektive Begabung:
              SMART – Fördern in der digitalen Welt«
              • Tagung 2017: »Perspektive Begabung:
                Begabung braucht Persönlichkeit«
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