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Fachtagung »Perspektive Begabung:
Nachhaltig Fördern«

Dienstag, 13. Mai 2014, Wissenschaftszentrum Bonn

Viele Förderangebote, aber wenig Förderung? Zahlreiche Schulen und außerschulische Lernorte engagieren sich, damit Kinder und Jugendliche ihre Potenziale entfalten können. Aber wann ist Förderung effektiv und nachhaltig? Welcher Strategien bedarf es, damit Kinder und Jugendliche ihre Talente langfristig weiterentwickeln? Wo gelingt eine nachhaltige Förderung bereits?

Aktuell: Interviews zur Tagung

Countdown zur Fachtagung "Perspektive Begabung: Nachhaltig Fördern": Im Voraus der Fachtagung führen wir Interviews mit einigen Referenten, die Sie unter der Rubrik "Blickpunkt Begabung" finden. Den Auftakt macht Prof. Jutta Allmendinger in unserem Video-Interview.



»Perspektive Begabung«

  • Wann: Dienstag, 13. Mai 2014
  • Wo: Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstr. 45, 53175 Bonn
  • Thema: Nachhaltig Fördern – Nachhaltigkeit und Anschluss-fähigkeit von Potenzialförderung
  • Referenten: Jutta Allmendinger, Albert Ziegler, Olaf Köller, Gundula Englisch, Ludwig Stecher u.a.
  • Teilnahme kostenfrei

Flyer »Perspektive Begabung«
  • Flyer »Perspektive Begabung«
  • 262,41 KB

Anerkennung als Lehrerfortbildung

Die Fachtagung »Perspektive Begabung: Nachhaltig Fördern« wird in einigen Bundesländern als Lehrerfortbildung anerkannt. Die Regelungen der einzelnen Bundesländer finden Sie in unserer Übersichtsliste "Anerkennung als Lehrerfortbildung", die Sie hier oder mit untenstehender Download-Option herunterladen können.

Lehrer-fortbildung
  • Lehrer-fortbildung
  • 58,26 KB

Anreise

Wissenschaftszentrum Bonn
Ahrstraße 45
53175 Bonn
Tel.: (0228) 302-0

Anreiseplan
  • Anreiseplan
  • 414,02 KB
Lageplan und Hinweise zur Anreise zum Download.

Unterkunft

  • Zimmer in Bonner Hotels, Pensionen etc. können telefonisch unter
    (0228) 910 4133 oder online über die Seite BonnHotels.de der Bonner Tourismus & Congress GmbH gebucht werden.
  • Jeder Gast, der eine Unterkunft über BonnHotels bucht, erhält kostenfrei ein ÖPNV-Ticket dazu. Dieses Ticket ist für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig (Anreise- bis einschl. Abreisetag). Das Ticket erhalten Sie als PDF direkt von der Bonner Tourismus und & Congress GmbH.
  • Mehr Informationen rund um ihren Aufenthalt in Bonn:
    www.bonn-region.de
    www.bonn.de

Angela von Wietersheim

Angela von Wietersheim

  • Leiterin Wissen­schafts­transfer
  • (02 28) 959 15-91

Alexandra Rademacher

Alexandra Rademacher

  • Veranstaltungs-
    management
  • (0228) 959 15-90

13.05.2014, Wissenschaftszentrum, Bonn
Bei der 3. Auflage von »Perspektive Begabung«, der Fachtagung von Bildung & Begabung, werden Nachhaltigkeit und Anschlussfähigkeit von Potenzialförderung diskutiert. Ganzheitliche Förderansätze, Kooperationsmöglichkeiten und internationale Forschungsbefunde stehen im Fokus. Jutta Allmendinger, Albert Ziegler, Olaf Köller u.a. sprechen über Methoden, Lehrkompetenzen und Best-Practice-Beispiele. Neben Vorträgen und Foren erwarten Sie vielfältige Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch.



TAGUNGSDOKUMENTATION


Bilder, Medienstimmen sowie eine ausführliche Dokumentation des gesamten Tagungsprogrammes finden Sie in unserem Rückblick auf die Fachtagung »Perspektive Begabung: Nachhaltig Fördern«.






PROGRAMM




Moderation:
Tom Hegermann, Freier Journalist und WDR 2-Moderator, Bergisch-Gladbach

8:30 Uhr --- Teilnehmer-Registrierung und Begrüßungskaffee

9.30 Uhr --- Begrüßung
PD Dr. Elke Völmicke,
Geschäftsführerin Bildung & Begabung, Zentrum für Begabungsförderung in Deutschland, Bonn

9:45 Uhr --- Keynote 1: "Erkan war mindestens ebenbürtig. Herausforderungen für eine potenzialgerechte Bildungsbiografie."
Prof. Jutta Allmendinger, Ph.D.,
Präsidentin des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung, Berlin
Mehr Informationen
Alex, Laura, Jenny und Erkan: In ihrem Buch „Schulaufgaben“ zeichnete Jutta Allmendinger den Bildungsweg ihres Patenkindes und seiner drei Kindergartenfreunde nach. Da nicht alle Kinder gleichermaßen Unterstützung und Förderung erfahren, driften die vier Wege jedoch rasch auseinander. Gemäß seinen Fähigkeiten kann sich am Ende nur eines der Kinder entwickeln. Im Gegensatz zu den anderen Kindern wird es im familiären und schulischen Umfeld kontinuierlich gefördert. Jutta Allmendinger spricht über die zentralen Herausforderungen im Bildungssystem, damit Potenziale besser gefördert werden können: Ein Plädoyer für eine bessere Vernetzung der Bildungsakteure.



10.30 Uhr --- Keynote 2: "Nachhaltige Begabungsförderung – ein Fallbeispiel aus der Welt des Sports"
Gundula Englisch,
Autorin, Journalistin und Filmemacherin, Eglharting
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Wie kann man jungen Menschen dabei helfen, ihr Bestes aus sich herauszuholen? Wie unterstützt man sie dabei, ihre individuellen Möglichkeiten und Talente zur vollen Entfaltung zu bringen? Welche Werkzeuge, Beziehungsqualitäten, Wirkungskreise und Weichenstellungen spielen dabei eine Schlüsselrolle? Am Beispiel eines weltbekannten Spitzensportlers und seines Mentors beleuchtet die Journalistin Gundula Englisch, mit welchen unkonventionellen Ansätzen und Prinzipien eine nachhaltige Begabungsförderung erreicht werden kann. Dabei lässt sich dieser außergewöhnliche Feldversuch in Sachen Spitzenleistungen auch jenseits des Sports auf die Entwicklung anderer Talente übertragen – sofern alle Beteiligten bereit sind, über den Tellerrand des herkömmlichen Bildungs- und Fördersystems hinweg zu denken und zu handeln.


11:00 Uhr --- Kaffeepause (Projektbörse, Thementische)
Wer auch in der Kaffeepause aktiv werden möchte, hat die Möglichkeit, über unsere Projektbörse zu schlendern und verschiedene Initiativen und Förderprojekte kennenzulernen. Außerdem können Sie sich in lockerer Atmosphäre an einem unserer moderierten Thementische mit anderen Tagungsteilnehmern austauschen. Für die Thementische ist eine Anmeldung erforderlich.
Mehr Informationen
Sie möchten sich mit anderen Tagungsteilnehmern vernetzen oder sich in lockerer Atmosphäre zu einem Themenfeld austauschen? In der Pause laden wir Sie herzlich ein, bei einer Tasse Kaffee miteinander ins Gespräch zu kommen. An fünf verschiedenen Thementischen erwarten Sie jeweils ein spannendes Leitthema, z. B. "Ganzheitliche Potenzialentwicklung" oder "Bildungspartnerschaften", neue Kontakte und natürlich ein Themenexperte als Gastgeber. Wohin sich die Diskussion an den Thementischen entwickelt, bestimmen Sie mit!

  • Thementisch 1: Ganzheitliche Potenzialentwicklung
    Nachhaltig fördern heißt auch, über die verschiedenen Altersstufen hinweg auf eine ganzheitliche Potenzial- und Persönlichkeitsentwicklung zu setzen. Doch wie kann das gelingen? Was ist in der Schule oder an außerschulischen Lernorten überhaupt möglich?
    Themenexpertin: Dr. Heike Hagelgans, Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig
    Was haben Spaghetti mit Physik zu tun? Heike Hagelgans beschäftigt sich mit innovativen Lernansätzen von der Kita bis zum Ende der gymnasialen Oberstufe, um fachliches und personales Lernen zu verknüpfen. Ganz wichtig dabei: die Schülerinnen und Schüler in die Entwicklung solcher Konzepte einzubinden.
  • Thementisch 2: Nachhaltig Fördern: schulische und außerschulische Bildungspartnerschaften
    Schulisches und außerschulisches Lernen miteinander zu verknüpfen, gehört zu den großen Herausforderungen, um Kinder und Jugendliche nachhaltig zu fördern. An diesem Thementisch geht es um den Austausch, wie eine Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Bildungspartnern konkret funktionieren kann: Welche Vorteile bietet eine solche Partnerschaft? Wo gibt es schon gute Konzepte? Aber auch: Was sind typische Barrieren?
    Themenexpertin: Dr. Marion Müller, Leiterin GEONAT, Kassel
    GEONAT bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Forschungsphänomene zu entdecken und ihr naturwissenschaftliches Interesse u.a. auch in der Natur zu erproben. Damit sich die Potenziale ihrer jungen Teilnehmer entfalten können, setzt Marion Müller neben einem ganzheitlichen Lernansatz auf die Kooperation mit Schulen.

  • Thementisch 3: Nachhaltig begleiten: Der Übergang von der Schule zur Hochschule
    Noch immer schaffen Kinder von Nicht-Akademikern zu selten den Übergang auf die Hochschule. An diesem Thementisch geht es um den Austausch darüber, mit welchen Angeboten Hemmschwellen beim Übergang gesenkt werden können. Wie kann die Entscheidungsfindung der jungen Menschen unterstützt werden, damit nicht länger der soziale Hintergrund alleine über den Hochschulzugang entscheidet? Wie sehen gute Kooperationen zwischen Schulen und Hochschulen aus? Worauf kommt es besonders an?
    Themenexpertin: Magdalena Zomerfeld, stellv. Abteilungsleiterin “Junge Uni“ an der Ruhr-Universität Bochum
    KinderUni, Sprachwerk oder Praktika: Das sind nur einige der vielen Angebote, mit denen die Ruhr-Universität Bochum Kinder und Jugendliche kontinuierlich einlädt, Wissenschaft und Lehre kennen zu lernen. Von der Grundschule an können Schülerinnen und Schüler fortlaufend in verschiedenen Projekten ihre eigenen Stärken entdecken, Kontakte knüpfen und die Hochschule erkunden.
  • Thementisch 4: Kooperationen nachhaltig gestalten
    Ohne Zweifel: Für eine nachhaltige Potenzialentwicklung braucht es die Zusammenarbeit der verschiedenen Bildungsakteure. Einer guten Kooperation stehen jedoch häufig unterschiedliche Erwartungen, Skepsis, mangelnde Kommunikation, Rollen- und Zuständigkeitskonflikte im Wege. Wie lassen sich Kooperationen zwischen Schule und außerschulischen Partnern konkret ausgestalten? Was wünschen sich Schulen von außerschulischen Lernorten und umgekehrt? Ein Gespräch über Erwartungshaltungen, Anforderungen und partnerschaftliche Zusammenarbeit.
    Themenexperte: Dr. Michael Pries, Leiter Inszenierte Bildung Autostadt Wolfsburg / Sprecher Ausschuss Außerschulisches Lernen im didacta Verband
    Ein Modell-Lernort für alle Altersstufen: Die Abteilung „Inszenierte Bildung“ der Autostadt Wolfsburg hält nicht nur eine breite Palette von Angeboten für Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte aller Schularten bereit, sondern setzt dabei explizit auf fächerübergreifendes Lernen, vernetztes Denken und die breite Einbindung von Inhalten in die Unterrichtsfächer.
  • Thementisch 5: Elternarbeit: Bildungspartnerschaften auf Augenhöhe
    Zahlreiche Studien haben es hinlänglich bewiesen: Das Elternhaus spielt eine grundlegende Rolle für den Bildungserfolg. Damit junge Menschen ihre Begabungen nachhaltig entwickeln können, ist ein konstruktiver Austausch von Eltern und schulischen bzw. außerschulischen Bildungspartnern sehr wichtig - jedoch längst nicht selbstverständlich. Mütter und Väter sind so heterogen wie ihre Kinder - und haben unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse. Wie "erreicht" man die erwachsenen Bezugspersonen in ihren individuellen Lebenskontexten am besten? Welche Herausforderungen gilt es gemeinsam anzugehen? Und wie wird aus dem Erstgespräch mit den Eltern eine Bildungspartnerschaften auf Augenhöhe?
    Themenexperte: Matthias Bartscher, Leiter der Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder der Stadt Hamm
    Elternarbeit muss ebenso differenziert gestaltet werden, wie Kinder individuell gefördert werden sollen, davon ist Matthias Bartscher überzeugt. In der Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder der Stadt Hamm drehen sich viele Gespräche darum, Kinder im familiären Kontext bestmöglich zu fordern und zu fördern. Und die Erfahrungen des Diplom-Pädagogen zeigen, dass eine gelungene Zusammenarbeit mit den Eltern auf den Bildungserfolg ihrer Sprösslinge einzahlt.



11:30 Uhr --- Keynote 3: "Voraussetzungen für nachhaltige Begabungsförderung: Die systemische Sichtweise"
Prof. Dr. Albert Ziegler,
Professor für Pädagogische Psychologie, Universität Erlangen-Nürnberg
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Begabungsförderung kann nicht durch vereinzelte, punktuelle Maßnahmen nachhaltig wirken. Es braucht mehr als Stipendien, Akzeleration, Pull-out- oder Enrichment-Angebote. Albert Ziegler stellt diesem klassischen Förderansatz ein anderes Modell gegenüber. Die systemische Begabungsforschung geht davon aus, dass vielfältige Faktoren sinnvoll ineinandergreifen müssen, damit Begabungsförderung wirkungsvoll sein kann. Albert Ziegler plädiert für einen ganzheitlichen Denkansatz, der nicht nur nach kognitiven Möglichkeiten fragt, sondern auch Motivation oder emotionalen Zustand betrachtet. Darüber hinaus richtet sich der Blick auch auf Faktoren wie das Elternhaus oder die schulischen und außerschulischen Lernbedingungen. Das Stärken von Ressourcen und Kompetenzen, die Förderung eines effektiven Handlungsrepertoires sowie die Entwicklung eines Lernpfades stehen im Mittelpunkt seiner Betrachtungen.


12:15 Uhr --- Mittagspause
Während der Pause laden wir alle Teilnehmer zu einem Mittagsbuffet im Wissenschaftszentrum ein.

13:30 Uhr --- Foren 1-3 (parallel)
  • Forum 1: "Lehrkompetenzen für nachhaltige Begabungsförderung"
    Prof. Dr. Christian Fischer, Professor für Erziehungswissenschaft, Universität Münster / Vorstandsvorsitzender des Internationalen Centrums für Begabungsforschung (ICBF), Münster
    David Rott, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ICBF, Münster
    Mehr Informationen
    Aktuelle Studien haben die zentrale Bedeutung der Lehrkräfte für einen Unterricht, der individuelle Ausgangslagen berücksichtigt, unterstrichen. Gleichzeitig sind die Anforderungen an den Unterricht gestiegen. Lehrpersonen sollen nicht mehr nur Wissen vermitteln, sondern auch Lernbegleiter sein, die ihre Schülerinnen und Schüler zu selbstgesteuertem und forschendem Lernen anleiten. Wie müssen jedoch Lernumgebungen aussehen, damit Schüler unterstützt werden können, ihre Potenziale nachhaltig zu entfalten? Welche Kompetenzen benötigen die Lehrpersonen? Diesen Fragen geht das Forum anhand des „Förder-Forder-Projekts“ nach, das Schüler in ihrer Selbstlernkompetenz durch individuelles Lerncoaching stärkt. Neben einer potenzialorientierten Haltung erfordert dieses von den Lehrpersonen auch spezifische fachliche und überfachliche Kompetenzen. Das Forum stellt die Kompetenzen der Lehrenden in den Mittelpunkt und zeigt, wie sie eine nachhaltig fördernde Lernumgebung gestalten können. Die Teilnehmer erfahren anhand des didaktischen Prinzips des „Pädagogischen Doppeldeckers“, wie sie individuelle Lernstrategien zunächst selbst anwenden und damit Strategien für nachhaltige Förderung entwickeln können. Im Forum werden Beispiele exemplarisch erprobt.
  • Forum 2: "Digitale Medien – ein begabungsfördernder Lernraum?"
    Prof. Dr. Birgit Eickelmann, Professorin für Schulpädagogik, Universität Paderborn
    Eva Maria Stolpmann, Projektleiterin „lernreich 2.0“ in der Stiftung Bildungspakt Bayern, München
    Mehr Informationen
    Vielfältige, anregende Lernsituationen, Entwicklung von Selbstkompetenzen, Feedback-Kultur: Die aktuelle Lernforschung hat unser Wissen darüber verändert, wie Potenzialentfaltung gelingen kann. Geändert haben sich aber auch die äußeren Umstände: Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Zusammensetzung immer heterogener. Die Forderungen nach Individualisierung und Differenzierung verändern die Ansprüche und Erwartungen an Schule. Unterschiedliche Lernsituationen erfordern neue Lernformen und -räume. Dieses Forum geht der Frage nach, welchen Beitrag die digitalen Medien hierzu leisten können, um unterschiedlichem Lernverhalten, individuellen Wissensständen und Stärken gerecht zu werden. Laut einer aktuellen Allensbach-Umfrage sind Lehrkräfte eher skeptisch, was die Vorteile digitaler Medien im Unterricht angeht. Nur 18 Prozent gehen davon aus, dass ihr Einsatz zu einer Verbesserung der Leistung beiträgt. Können digitale Medien zur Potenzialentwicklung beitragen? Wie könnten sie kognitiv und kreativ fordernd und fördernd eingesetzt werden? Wie müsste ein nachhaltig begabungsfördernder Unterricht strukturiert sein, wenn moderne Kommunikationstechnologien genutzt werden? Gibt es erprobte Ansätze aus anderen Ländern, die sich auf Deutschland übertragen lassen?
  • Forum 3: "Bildungslandschaften: Nachhaltige Förderung in der Region"
    Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Berlin
    Mehr Informationen
    Regionale Bildung, Bildungsbüros, Lernen vor Ort: Städte und Landkreise engagieren sich zunehmend dafür, die verschiedenen Akteure in der Region besser miteinander zu vernetzen und ihr Handeln abzustimmen. Bildungslandschaften tragen dazu bei, Kindern und Jugendlichen optimale Chancen auf eine passgenaue Bildung einzuräumen, die nicht von der Stange kommt, Übergänge besser zu gestalten und individuelle Förderung systematisch auszubauen. Wenn das gelingt, können die Potentiale jedes einzelnen Kindes besser entdeckt und entfaltet werden. Wie gute Bildungslandschaften entstehen, berichtet Heike Kahl. Denn eine Landschaft ist eine Landschaft, ob sie gut und schön oder abweisend ist, entscheidet sich mit den Menschen vor Ort.


15:00 Uhr --- Kaffeepause (Projektbörse)

15:30 Uhr --- Vorträge (parallel)

  • Vortrag A --- "Wirksamkeit außerunterrichtlicher und außerschulischer Angebote: Eine international vergleichende Perspektive auf den Bereich der Extended Education"
    Prof. Dr. Ludwig Stecher,
    Professor für Erziehungswissenschaft, Universität Gießen / Mitbegründer des International Network on Extracurricular and Out-of-School Time Educational Research (NEO-ER) und des International Journal for Research on Extended Education (IJREE)
    Mehr Informationen
    Außerunterrichtliche und außerschulische Lernangebote (international: Extended Education) spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und das Potenzial von Heranwachsenden aus allen Bildungsschichten besser zu fördern. Die Angebote im Bereich der Extended Education nehmen ebenso wie die Nachfrage der Familien nach entsprechenden Programmen und Aktivitäten international deutlich zu.
    Doch welche Programme und Aktivitäten sind nachhaltig wirksam? Wie müssen sie gestaltet sein, um entsprechende Effekte bei den Heranwachsenden zu erreichen? Wie lassen sich außerschulische Bildungsangebote verbessern? Und: Können solche Angebote dazu beitragen, soziale Disparitäten im Bereich schulischen Lernens auszugleichen? Diese Fragen stellen sich in vielen Ländern, die über entsprechende Angebote und Programme verfügen. Auf der Basis vorliegender internationaler Forschungsbefunde wird der Beitrag den unterschiedlichen Erfahrungen in den Ländern nachgehen und die Frage beantworten, was wir aus dem internationalen Vergleich lernen können.
  • Vortrag B --- "Talententwicklung im Unterricht: Was wir von John Hatties Studie lernen können"
    Prof. Dr. Olaf Köller,
    Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Kiel
    Mehr Informationen
    John Hatties Untersuchung zum „Erfolgreichen Lernen“ erfährt in der Öffentlichkeit eine enorme Aufmerksamkeit. Seine Kernbotschaft: Ein gut strukturierter, kognitiv aktivierender Unterricht hat einen stärkeren Einfluss auf Lernerfolg als beispielsweise die schulischen Rahmenbedingungen selbst. Gleichzeitig ist Hattie aber nicht unumstritten. Welche seiner Befunde lassen sich auch auf Deutschland übertragen und sind möglicherweise relevant für einen nachhaltig begabungsfördernden Unterricht?

16:15 Uhr --- Resümee und Verlosung

16:30 Uhr --- Ende der Tagung

Teilnahmeurkunde
Am Ende des Veranstaltungstages erhält jeder Teilnehmer eine Teilnahmeurkunde. Diese kann im Foyer an der Registrierung abgeholt werden.






Sie möchten das Tagungsthema praxisorientiert vertiefen?



Gelegenheit hierzu bietet unsere praxisorientierte Weiterbildung "Nachhaltig Fördern - Strategien für den (Schul-)Alltag" vom 13. bis 14. September 2014 in der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Veranstaltungs-Website.





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