„Schule.Aus.Bildung“

Fachtagung von Bildung & Begabung zur Berufsorientierung

Welche Unterstützung brauchen Jugendliche, um eine gute Entscheidung für ihre Ausbildung zu treffen? Wie kann man sie bei dieser Weichenstellung für ihre Zukunft professionell begleiten? Antworten lieferte die diesjährige Fachtagung "Perspektive Begabung" (#pb19) zum Thema Berufsorientierung.
Fachtagung #pb19

Fachtagung #pb19

Die Tagung Perspektive Begabung (#pb19) nimmt am 21. Mai 2019 in Köln die Berufsorientierung aus interdisziplinärer Perspektive in den Blick. Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Einfluss von Schule auf Berufswahlprozesse oder Reflexionsgespräche werden fokussiert, um Jugendliche beim Aufbau ihres Selbstkonzepts für einen gelingenden Übergang zu unterstützen.

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Fachtagung Perspektive Begabung

Fachtagung Perspektive Begabung

Die Fachtagung "Perspektive Begabung" richtet sich an Bildungspraktiker von Schulen und außerschulischen Fördereinrichtungen, Vertreter von Stiftungen, Verbänden, Hochschulen oder Kommunen sowie Aktive in weiteren Feldern der Talentförderung. Sie bietet ein Forum für Information, Austausch und Vernetzung.

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Angela von Wietersheim

Angela von Wietersheim

  • Projektleiterin Wissenstransfer
  • (02 28) 959 15-91

Konrad Hünerfeld

Konrad Hünerfeld

  • Leiter Kommunikation und Strategie
  • (0228) 959 15-62

21.05.2019, Bonn/Köln
Bei der diesjährigen Tagung nahmen Wissenschaftler, Lehrkräfte, Trainer und Experten unter dem Motto „Schule.Aus.Bildung“ die Berufsorientierung in den Blick, sprachen über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und gaben Best-Practice-Einblicke.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, betonte zu Beginn der Tagung: „Heute haben Jugendliche nach ihrer Schulzeit so gute berufliche Chancen wie schon lange nicht mehr. Unsere Wirtschaft sucht qualifizierten Nachwuchs - sowohl Auszubildende als auch Studierende. Beide Optionen bieten attraktive Entwicklungsmöglichkeiten. Gerade weil jungen Menschen zahlreiche Wege offenstehen, kommt es darauf an, dass sie den Weg einschlagen, der zu ihnen und ihren Talenten passt. Nur dann haben sie Spaß an der Arbeit und erbringen gute Leistungen.“



Entsprechend erklärte in ihrer Begrüßung Bildung & Begabung-Geschäftsführerin Elke Völmicke: „Wir müssen jungen Menschen ermöglichen, ihre Talente zu entdecken, Schlüsselkompetenzen zu entwickeln und berufliche Anschlussoptionen zu erkennen. Das sind zentral wichtige Aufgaben, der sich alle Schulformen stellen müssen.“ Ausgehend von der Leitfrage, wie man Jugendliche bei ihrer beruflichen Orientierung bestmöglich unterstützen kann, bot die Fachtagung auch dieses Jahr wieder Wissenschaftlern, Lehrkräften, Trainern und Experten ein Forum für Information, Austausch und Vernetzung.

Weg von der linearen Berufsorientierung, hin zu offenen Systemen

So diskutierten im Eröffnungstalk Bundesministerin Karliczek, Tobias Lohmann (Sprecher der Geschäftsführung des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft), Heinz-Peter Meidinger (Präsident des Deutschen Lehrerverbands) und Margrit Stamm (Professorin em. an der Universität Fribourg), wie berufliche Bildung zukünftig gestaltet werden sollte. Dabei wurde deutlich, dass vor allem das Zusammenspiel zwischen Schule, Wirtschaft und Wissenschaft besser werden muss, damit Jugendliche fundierte Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft treffen können.

Eröffnungstalk mit Tobias Lohmann, Heinz-Peter Meidinger, Margrit Stamm, Anja Karliczek und Moderator Jan Wiarda. Foto: Marc Thürbach für Bildung & Begabung


Markus Neuenschwander, Professor für Pädagogische Psychologie der Pädagogischen Hochschule FHNW, Solothurn (Schweiz), griff in seinem Vortrag die Frage nach dem Einfluss von Schule und Eltern auf den Berufswahlprozess von Jugendlichen auf und erläuterte, welche Schlussfolgerungen Bildungsverwaltungen, Schulleitungen und Lehrkräfte daraus ziehen können. Insbesondere betonte er die Wirksamkeit von Mentoring- und Patenschaftsprogrammen.

Guido Kirst, Leiter Programmstelle Berufsorientierung beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn, skizzierte in seinem Vortrag einen Berufsorientierungs-Ansatz, der die Persönlichkeit in den Mittelpunkt rückt. Die Schule spiele bisher für Jugendliche kaum eine Rolle, wenn es um berufliche Orientierung ginge, so Kirst. Wichtig seien daher durchdachte Konzepte, die Lehrkräfte systematisch für die Beratung von Schülern schulen.

Wer sind die Talente von morgen?

Wie sich die rasche Veränderung der Arbeitswelt auf die Berufsorientierung von Jugendlichen auswirkt, erörterte in ihrem Vortrag Steffi Burkhart, Trainerin, Bloggerin und Unternehmensberaterin für Zukunftsentwicklungen: Die Digitalisierung würde dazu führen, dass rund zwei Drittel der Jobs, in denen die „Generation Z“ zukünftig arbeiten wird, heute noch gar nicht existieren. Daher bräuchten Jugendliche das richtige Skillset für die Zukunft. Gefragt seien Teamwork, Kreativität, soziale Intelligenz, Selbstkompetenz und digitale Kompetenzen.

Krönender Abschluss der Tagung war der Auftritt von Absolventinnen und Absolventen der Vorbilder- und TalentAkademien von Bildung & Begabung, die zusammen mit Musiker und "The Voice"- Kandidat Darius Zander einen Song performten, den sie im Laufe des Tages selbst geschrieben hatten.

Die Fachtagung "Perspektive Begabung" wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Stifterverband, der Kultusministerkonferenz und der Peters-Beer-Stiftung.

Weitere Informationen unter: www.bildung-und-begabung.de/pb19
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