»Perspektive Begabung: Diversität als Chance«

Fachtagung von Bildung & Begabung am 31. Mai 2016

Schüler haben unterschiedliche Interessen, Erfahrungen und Lebenskontexte. Bildungspraktiker empfinden Heterogenität allerdings häufig eher als Belastung, denn als Chance. Trotzdem braucht gerade die individuelle Begabungsförderung einen sensiblen und fairen Umgang mit Unterschieden.

Tagungs-Doku #PB16

»DIVERSITÄT als Chance

  • Dienstag, 31. Mai 2016
    9:30 - 16:30 Uhr
  • Maternushaus Köln
    Kardinal-Frings-Straße 1-3
    50668 Köln (Nähe Hbf)
    Achtung: neuer Veranstaltungsort!
  • Das Kurzprogramm der Tagung steht hier zum Download bereit.
  • Die Teilnahme ist kostenfrei
    (inkl. Mittagessen & Kaffeepausen),
    Reise- oder Übernachtungskosten werden jedoch nicht erstattet.
  • Die Tagung wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), vom Stifterverband und der
    Stiftung Mercator.


#pb16 ist AUSGEBUCHT!

Wie in den Vorjahren ist die Tagung »Perspektive Begabung« (#pb16) auch diesmal auf reges Interesse gestossen und bereits komplett ausgebucht. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Teilnahme ist nur für angemeldete Besucher möglich ist. Sie haben Interesse bei den nächsten Veranstaltungen einen der ersten Plätze zu ergattern? Mit unserem Newsletter sind Sie auf dem Laufenden, wenn Bildung & Begabung neue Tagungen und Workshops anbietet.


Programm
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#pb16 Flyer zum Download

Anerkennung als Lehrerfortbildung

Die Fachtagung »Perspektive Begabung: Diversität als Chance« wird in einigen Bundesländern als Lehrerfortbildung anerkannt. Nähere Informationen entnehmen Sie dem PDF "Anerkennung als Lehrerfortbildung" (s.u.).

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Anerkennung als Lehrerfortbildung

Anreise

Die Tagung findet an einem neuen Veranstaltungsort statt:
Das Maternushaus liegt im Herzen von Köln, nur 700m entfernt von Dom und Hauptbahnhof.

Maternushaus Köln
Kardinal-Frings-Straße 1-3
50668 Köln
www.maternushaus.de

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Hier finden Sie eine Anfahrtsskizze zum Maternushaus.



Parken: Eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen steht gegen Gebühr in der Tiefgarage des Maternushauses zur Verfügung. Für nähere Informationen klicken Sie bitte hier.

ÖPNV: Wenn Sie mit der Bahn anreisen, können Sie ein Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn buchen (Hin- und Rückfahrt deutschlandweit ab 99 EUR).
Informationen zur Buchung finden Sie hier.

Unterkunft

Für Gäste, die in Köln übernachten möchten, haben wir in zwei Hotels Zimmerkontingente vorreserviert. Da im Mai Messezeit ist, empfehlen wir eine rechtzeitige Buchung.

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Hotelübernachtung 30.05. - 31.05.2016

Motel One Köln-Waidmarkt
Tel-Aviv-Straße 6
50676 Köln
Einzelzimmer zu 69,00 €
Doppelzimmer zu 84,00 €
Buchbar bis zum 25.04.2016 – Bitte laden Sie hierzu das Anmeldeformular herunter.

Hotel NH Köln Mediapark
Im Media Park 8b
50670 Köln
Einzelzimmer zu 100,00 €
Doppelzimmer zu 119,90 €
Buchbar bis zum 04.04.2016 – Bitte geben Sie als Referenz zu Ihrer Buchung das Stichwort „Perspektive Begabung“ an. Buchungen unter Tel. 030 223 802 33 oder 0800 011 501 16 oder per eMail an reservierungen@nh-hotels.com

CITY TAX
Bitte beachten Sie, dass die Stadt Köln seit dem 01.10.2010 eine Kulturförderabgabe in Höhe von 5% des Brutto-Logispreises von allen Übernachtungsgästen erhebt. Nur bei Vorlage einer Dienstreisebescheinigung, die Sie vorher ausfüllen und von Ihrem Arbeitgeber unterschreiben lassen müssen, wird diese Abgabe nicht erhoben. Ansonsten sind die Kölner Hotels gesetzlich verpflichtet, die Gebühr einzufordern und dem Gast gesondert auf der Rechnung auszuweisen.

Hier können Sie ein Formular für eine Dienstreisebescheinigung herunter laden.

Ausführliche Infos zur Kulturförderabgabe finden Sie hier.

Teilnahmeurkunde

Am Ende des Veranstaltungstages erhält jeder Teilnehmende eine Teilnahmeurkunde. Diese kann im Foyer an der Registrierung abgeholt werden.

Angela von Wietersheim

Angela von Wietersheim

  • Leiterin Wissen­schafts­transfer
  • (02 28) 959 15-91

Britta Kühr-Kläs

Britta Kühr-Kläs

  • Veranstaltungs-management
  • (02 28) 959 15-90

31.05.2016, Maternushaus, Köln
Die Fachtagung „Perspektive Begabung: Diversität als Chance“ nimmt in den Blick, welches Wissen und welche Kompetenzen es braucht, um die Talente unterschiedlicher Kinder und Jugendlicher „anzusprechen“. Kann Vielfalt Katalysator für Potenzialentwicklung sein? Funktioniert Diversity Management auch in der Schule? Wie lässt sich migrationsbedingte Mehrsprachigkeit im Unterricht als Ressource nutzen? Und wie lassen sich heterogene Schülergruppen zu guter Leistung motivieren?

In vielen Bundesländern als Lehrerfortbildung anerkannt, bietet die Tagung „Perspektive Begabung“ mit Vorträgen und Praxisforen vielfältige Blickwinkel und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch.



Was bedeutet eigentlich Vielfalt? Jugendliche der Talent- und VorbilderAkademien haben sich mit dem Begriff auseinandergesetzt und ihre Gedanken und Ideen in einem "Explanity-Video" zusammengestellt. Gleichzeitig soll der Clip ein Gedankenanstoß für Sie als Tagungsteilnehmer sein: Was bedeutet für Sie Vielfalt? Wie prägt Vielfalt Ihren eigenen (Berufs-)Alltag? Und wo werden wir der "Herausforderung Vielfalt" noch nicht (ausreichend) gerecht?


PROGRAMM



Moderation:
Tom Hegermann, Journalist und WDR-Moderator, Haan
Volker Groß, Hörfunkmoderator Radio Bonn/Rhein-Sieg

ab 8:30 Uhr --- Teilnehmerregistrierung und Begrüßungskaffee

9.30 Uhr --- Begrüßung
PD Dr. Elke Völmicke,
Geschäftsführerin Bildung & Begabung, Bonn

9:45 Uhr --- Keynote
Diversität: Wirtschaft – ein Vorbild für Schule?
Zhengrong Liu, Personalvorstand Beiersdorf, Hamburg
anschließende Diskussion
Miriam Pech, Leiterin Heinz-Brandt-Schule, Berlin
Prof. Dr. Carsten Rohlfs, Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg
Drs. Krijno van Vugt, Geschäftsführer M3V adviespartners, Arnhem (Niederlande)
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Ein gemeinsames Lernen, bei dem Vielfalt als Bereicherung gelebt wird, bleibt eine große Herausforderung. Wie können wir Kindern und Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen, mit ihren vielfältigen Fähigkeiten und Interessen gerecht werden? Blicken wir auf die Wirtschaft: Konzepte, wie es gelingen kann, dass unterschiedliche Menschen optimal zusammen arbeiten, sind für viele Firmen ein selbstverständlicher Teil der Unternehmensphilosophie. Wie gelingt es der Wirtschaft, Vielfalt als Chance zu begreifen? Lassen sich die Unternehmensstrategien womöglich auf schulisches und außerschulisches Lernen übertragen? Wie kann Vielfalt im Bildungsbereich als Ressource für die Potenzialentwicklung genutzt werden?


10:45 Uhr --- Film und Gespräch
Diversität mit den Augen der Schüler sehen
Teilnehmende der Akademien von Bildung & Begabung im Ruhrgebiet:
Haydar Genc, Dortmund
Sabrina Kropp, Mühlheim an der Ruhr
Trung Vi Pham, Kevelaer
& Falk Steinborn, Medientrainer, Köln
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Bildungsforscher und -praktiker beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Heterogenität. Aber welchen Blick auf Vielfalt haben die Kinder und Jugendlichen selbst? „Welche Rolle spielt Vielfalt in eurem Leben?“, wollten wir von ihnen wissen, und haben sie gebeten, ihre Sicht der Dinge in einem Video festzuhalten. Moderator Tom Hegermann spricht mit den jungen Videoreportern und ihrem Medientrainer Falk Steinborn über den Film und ihre Perspektive auf Diversität.


11:15 Uhr --- Kaffeepause

11:45 Uhr --- Vorträge (parallel)

Vortrag 1
Mehrsprachigkeit als Problem oder Chance – eine Einstellungsfrage auf Seiten der Lehrenden?

Prof. Dr. Julia Ricart Brede, Professorin für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Europa-Universität Flensburg
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Kulturelle und sprachliche Vielfalt im Klassenzimmer ist längst der Normalfall. Doch viele Lehrer – ob „alter Hase“ oder Berufsanfänger – sehen in der Mehrsprachigkeit eher ein Problem als eine Chance. Dieser – oftmals unbewusste – „monolinguale Habitus“ steht einer „Kultur der Mehrsprachigkeit“ diametral gegenüber: Er beeinflusst das Handeln der Lehrer und kann sogar verhindern, dass Potenziale der Schüler gesehen werden. Basierend auf Ergebnissen einer Befragung an der Europa-Universität Flensburg beschäftigt sich der Vortrag mit Einstellungen von (angehenden) Lehrkräften zu Heterogenität und Mehrsprachigkeit. Praktische Beispiele aus dem Schulalltag sind Ausgangspunkt für die Diskussion und laden zum Perspektivwechsel ein.


Vortrag 2
Kindheit 2.0: Wo und wie lernen Kinder heute – und morgen?

Prof. Dr. Carsten Rohlfs, Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg
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Individuelle Freizeitaktivitäten, vielfältige Familienmodelle, digitale Medienkultur: Die Lebenswelten von Kindern haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Eine „normale“ Kindheit gibt es ebenso wenig wie „typische“ Kindheitsmuster. Stattdessen wachsen Kinder heute in vielschichtigen, heterogenen, teilweise sogar widersprüchlichen Umgebungen auf. Lernen findet an neuen Orten statt – und unter unterschiedlichen Voraussetzungen. Damit verändern sich auch die Anforderungen an formale und non-formale Bildung. Der Vortrag zeigt, was die verschiedenen Lebenswelten charakterisiert und welche Konsequenzen sich hieraus für das Lernen ergeben.


Vortrag 3
Begabungen fördern – gemeinsam oder getrennt?

Prof. Dr. Grit im Brahm, Professorin für Unterrichtsentwicklung und Empirische Bildungsforschung an der Ruhr-Universität Bochum
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Kinder sind unterschiedlich – auch, was ihre Begabungen und Stärken, ihre Vorlieben und Interessen betrifft. Und damit stellt sich nicht nur die Frage, mit welchen Konzepten wir ihre jeweiligen Talente am besten fördern, sondern auch: Tun wir dies besser gemeinsam oder getrennt? Kann ein gemeinsames Lernen überhaupt gelingen? Lassen sich Begabungsförderung und Inklusion vereinbaren? Oder geht dies immer zu Lasten der leistungsstarken Schüler? Es gibt vielfältige Förderkonzepte, um Kinder und Jugendliche individuell zu unterstützen. Einige dieser Ansätze wurden inzwischen auch von der Forschung in den Blick genommen. Die Studienergebnisse zum Thema segregative oder integrative Begabungsförderung sind jedoch nicht eindeutig. Der Vortrag greift das Dilemma zwischen individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Forderungen auf und geht der Frage nach, wie die Ergebnisse dieser Studien einzuordnen sind.


Vortrag 4
Motivation und Potenzialentfaltung

Prof. Dr. Thomas Martens, Professor für Pädagogische Psychologie an der Medical School Hamburg
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Während das eine Kind ganz in seinen Interessen aufgeht und hierin bemerkenswerte Fähigkeiten entwickelt, scheint das andere eher lustlos und desinteressiert. Die Forschung ist sich längst einig: Motivation ist ein treibender Faktor, wenn sich Potenzial in Leistung umsetzen soll. So verschieden junge Menschen sind, so unterschiedlich sehen auch ihre Motivationsprofile aus. Familie, Freunde, Lehrkräfte – sie alle beeinflussen die Entwicklung von Motivation. Diese kann durch einfühlsame Bezugspersonen gefördert werden oder in schwierigen Lebensphasen gedämpft sein. Wie kann es gelingen, angesichts dieser unterschiedlichen Voraussetzungen, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, Motivation zu entwickeln und sie zu regulieren? Wie können Schule oder außerschulische Lernorte mit diesen Motivationsprozessen umgehen? Welche Hilfen können angeboten werden?


12:30 Uhr --- Mittagspause

13:30 Uhr --- Praxisforen (parallel)

Forum 1
Interkulturelle Kompetenz in heterogenen Settings

Praxisforum für Pädagogen schulischer und außerschulischer Einrichtungen
Shérif W. Korodowou, Trainer für Allgemeine und Interkulturelle Konfliktbearbeitung, Impuls-Institut Marburg
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Ein Schüler beteuert, nicht abgeschrieben zu haben. „Das kann nicht stimmen, er kann mir nicht in die Augen sehen“, denkt sich der Lehrer. Doch für den Schüler bedeutet der gesenkte Blick Respekt. In seinem Herkunftsland gilt es als Beleidigung, wenn Jüngere eine Respektsperson direkt anschauen. Kulturelle Unterschiede spielen im Alltag viel häufiger eine Rolle, als vielen Pädagogen bewusst ist. Ziel des Praxisforums ist es, das Bewusstsein für interkulturelle Unterschiede zu wecken: Wie kann ich Missverständnisse erkennen und mit Unterschieden umgehen, ohne zu verurteilen? Wie unterscheiden sich interkulturelle Konflikte von anderen Kontroversen? Die Antworten auf diese Fragen sollen dazu beitragen, die Potenziale von Kindern aus unterschiedlichen Begabungskulturen besser wahrzunehmen und Vielfalt als Chance statt als kräftezehrende Herausforderung zu leben.


Forum 2
Jugend – Bildungsteilhabe – Lebensräume

Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die außerschulische Bildung
Prof. Dr. Marianne Genenger-Stricker, Professorin für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Aachen
Prof. Dr. Verena Klomann, Professorin für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Aachen
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Vielen Kindern und Jugendlichen steht Bildung und soziale Teilhabe nur bedingt offen. Ihre Situation ist – was Identität, Kultur oder soziale Herkunft betrifft – von Diversität geprägt. Zudem haben sich Kindheit und Jugend strukturell gewandelt: Die Gymnasialzeit wurde verkürzt, Ganztagsschulen ausgebaut, Freizeit wird zunehmend verplant. Der Leistungsdruck hat zugenommen, und die frei verfügbare Zeit ist weniger geworden. Das Praxisforum nimmt sich der Perspektive der Kinder und Jugendlichen an: Wie schätzen sie selbst ihre Situation ein? Welche Erfahrungen machen sie im Alltag an verschiedenen Bildungsorten? Welche Ressourcen erachten sie für ein gelingendes Leben als wichtig? Damit verbunden ist die Frage: Wie kann die pädagogische Praxis Kinder und Jugendliche im Kontext außerschulischer Bildung unterstützen? Wie können die Chancen auf Teilhabe und Anerkennung in der non-formalen Bildung erweitert werden?


Forum 3
Diversity Management

Organisationsentwicklung als Grundlage für den Umgang mit Vielfalt
Dr. Martine Wiltzius, Geschäftsführerin Diversity & Dialogue S.à r.l., Mersch (Luxemburg)
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Damit Kinder und Jugendliche ihre unterschiedlichen Potenziale ausschöpfen können, braucht es einen achtsamen Umgang mit Vielfalt. Dabei reicht es nicht aus, dass sich Einzelne bewusst für einen ressourcenorientierten Umgang mit Diversität einsetzen: Erforderlich ist vielmehr eine diversitätsoffene Organisationskultur. Schul- und Organisationsentwicklung bedeutet, dass alle Akteurinnen gemeinsam vorankommen. Im Praxisforum geht es um erste Einblicke in die Vermittlung von „Diversity Management“ als Organisationsentwicklungsstrategie. Außerdem: Wie kann die praktische Umsetzung angestoßen und gesteuert werden? Mit welchen Herausforderungen ist zu rechnen? Wie können Stolperfallen bei der Umsetzung vermieden werden?


Forum 4
Motivation wecken – Ressourcen entdecken

Wie die Selbstmotivation bei Kindern und Jugendlichen gestärkt werden kann
Heike Hofmann, Kommunikationstrainerin körper&sprache, Köln
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Motivation ist einer der wichtigsten Schlüssel, damit junge Menschen ihre Potenziale entfalten können. Sie ist nicht nur abhängig von vielfältigen Persönlichkeitsfaktoren, auch die aktuelle Lebenssituation spielt eine entscheidende Rolle. Wie kann es gelingen, die Selbstmotivation bei Kindern und Jugendlichen trotz höchst unterschiedlicher Voraussetzungen anzuregen? Im Praxisforum wird das so genannte Zürcher Ressourcen Modell vorgestellt: ZRM® bietet eine einfache Zugangsweise zu selbstbestimmtem Handeln. Der Ansatz des Selbstmanagements verbindet kognitive, emotionale und körperliche Aspekte, die bei Motivations- und Lernprozessen entscheidend sind. Dieses lebensnahe Modell lässt sich als Methode zur Motivationssteigerung von Schülern einsetzen.


Forum 5
Im Gespräch mit: erfolgreichen Schulen

Schülerinnen und Schüler mit all ihren Unterschieden fördern – wie machen das die anderen? In diesem Intensiv-Forum lüften erfolgreiche Schulen, moderiert von Tom Hegermann, das Geheimnis und stellen jeweils einen erfolgreichen Ansatz ihrer Arbeit vor. Anschließend kommen Sie in einem Exklusiv-Labor mit maximal 10 Teilnehmenden in den Austausch mit einem Experten zum Thema Ihrer Wahl. Um einen intensiven Austausch zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl begrenzt.
  • „Willkommen in der Schule!“ Gemeinsam lernen – Flüchtlingskinder integrieren
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    Wo sich Deutschlernzentrum und Hochbegabtenförderung nicht ausschließen: „Durchlässigkeit ist unser Prinzip“, sagen Irene Sonnenberg und Bernhard Hügle vom Auguste-Viktoria-Gymnasium in Trier. Mit ihren Deutsch-Intensivkursen gilt die Schule als Vorreiter. Neben den Sprachkursen, die das Gymnasium bereits seit 2007 anbietet, besuchen die Kinder von Anfang an auch schon eine feste Klasse. Durch das vernetzte Arbeiten und durch die weitergehende integrierte Sprachförderung werden Talente besser entdeckt und gefördert.
  • Talente entwickeln, Berufsorientierung im Fokus
    Mehr
    Die Mittelschule auf dem Lindenberg in Kempten ist eine gebundene Ganztagesschule, die u.a. mit außerschulischen Kooperationspartnern daran arbeitet, jedem einzelnen Schüler eine zukunftsorientierte Bildung und Erziehung zu ermöglichen. „An unserer Schule“, sagt Schulleiter Stephan Böhmig, „wird jeder nach seinen individuellen Stärken gefördert. Eine auf Talentförderung abzielende Berufsorientierung ist ein Schwerpunkt.“
  • „Eine Schule für alle“
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    Wo individuelle Förderung mit Vielfalt einhergeht: Das Motto der Offenen Schule Köln ist Programm, kein Kind wird wegen Behinderung, Begabung oder sozialer Herkunft ausgeschlossen. Nicht die Defizite stehen im Mittelpunkt, sondern die Stärken jeder Schülerin und jedes Schülers, die gezielt weiterentwickelt werden. „Individuelle Lernentwicklung gelingt nur über eine klare Struktur auf allen Ebenen, von der einzelnen Unterrichtsstunde bis zur Struktur des gesamten Systems“, sagt Schulleiter Hans Flinkerbusch und ermuntert dazu, Vielfalt als Bereicherung zu begreifen.
  • „Schulen benötigen keine Anhäufung von Projekten, sondern Leitbilder“
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    Veränderungsprozesse managen: „Nach meinen Erfahrungen kommt es darauf an, für Herausforderungen (z. B. heterogenes Lernen) Lösungen zu finden - und zwar gemeinsam. Das erhöht die Identifikation und sichert die Nachhaltigkeit“, so Volker Masuhr, Schulleiter der Waldschule Flensburg, die vom Deutschen Schulpreis über den Jakob-Muth- Preis für Inklusion bis zum Kulturpreis der Länder „Kinder des Olymp“ in jedem Jahr eine neue Auszeichnung erhält.
  • „Elternbeteiligung in der Schule“ - Neue Wege in der Interkulturellen Elternarbeit
    Mehr
    Eltern und Schule, die als Partner gemeinsam die Lernentwicklung und Talente ihrer Kinder bestmöglich unterstützen: Wie kann das gelingen? 16 Schulen aller Schulformen in Frankfurt entwickeln in einem dreijährigen Projekt neue Konzepte interkultureller Elternarbeit. Die Georg-Büchner-Schule gehört dazu. „Wertschätzung, der Abbau von Hemmschwellen und die Schaffung von Akzeptanz“, so Hilde Zeyen, Schulleiterin der Integrierten Gesamtschule, und Tewolde Tesfamariam, Gründungsmitglied eines Elternnetzwerkes, „gehören in jedem Fall dazu.“

15:00 Uhr --- Kaffeepause

15:30 Uhr --- Vorträge/Gespräche (parallel)

Vortrag A
Mehrsprachigkeit als Ressource

Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Professorin für International Vergleichende und Interkulturelle Bildungsforschung an der Universität Hamburg
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Arabisch, Russisch oder Englisch: In den meisten deutschen Klassenzimmern werden viele Sprachen gesprochen. Lehrkräfte sind jedoch häufig auf einen einsprachigen Unterricht eingestellt und haben Vorbehalte: Sie gehen davon aus, dass es wenig mit dem Fach zu tun hat, wenn Aylin mit Dilara im Unterricht auf Türkisch flüstert. Wie kann Mehrsprachigkeit in den Unterricht einbezogen und zum Lernen genutzt werden? Der Vortrag geht auf typische Situationen ein und stellt konkrete didaktische Konzepte für Mehrsprachigkeit vor. Ziel ist, ethnische Diversität und Mehrsprachigkeit als Ressource zu verstehen und zu nutzen. Übrigens: Aylin und Dilara haben über ihre Hausaufgaben gesprochen. Studien haben gezeigt, dass es in der Regel einen direkten Unterrichtsbezug hat, wenn Schüler sich in ihrer Muttersprache unterhalten.


Vortrag B
„Mädchen sind fleißig, Jungen können Physik“?

Wie Geschlechterstereotype und Geschlechtsidentität das schulische Engagement von Jugendlichen beeinflussen
Prof. Dr. Ursula Kessels, Professorin für Bildungsforschung an der Freien Universität Berlin
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Mädchen interessieren sich im Durchschnitt weniger für „MINT“-Fächer als Jungen. Jungen haben im Durchschnitt schlechtere Noten als Mädchen und zeigen weniger schulisches Engagement. Wie lassen sich diese Unterschiede aus psychologischer Perspektive erklären? Verschiedene empirische Studien zeigen, inwiefern eine geschlechtstypisierte Interessen- und Leistungsentwicklung als Resultat eines umfassenden Identitätsprozesses zu verstehen ist: Wenn Mädchen den Eindruck haben, dass Physik ein männliches Fach ist, wenden sie sich diesem Fach weniger zu. Und wenn Jungen glauben, dass schulisches Mitarbeiten weibliches Verhalten ist, werden sie sich weniger engagieren. Daher ist es besonders wichtig, die schulischen Anforderungen mit dem Selbstbild von Jungen und Mädchen in Einklang zu bringen.


Gespräch C
Flüchtlinge: Wieviel Heterogenität verträgt Schule?

Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, Köln
Udo Fiedler, Schulleiter der Wolfsburger Oberschule
Christian Schrand, Schulleiter des Städtischen Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster
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Noch gibt es keine genauen Zahlen darüber, wie viele Kinder und Jugendliche in diesen Tagen tatsächlich nach Deutschland zuwandern. Fakt ist jedoch, dass sich immer mehr Schulen der großen Herausforderung stellen, sie ins Schulsystem zu integrieren. Je nach Bundesland arbeiten die Schulen dabei mit unterschiedlichen Modellen. Das Mercator Institut hat jüngst eine Bestandsaufnahme über die „Neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen im deutschen Schulsystem“ vorgelegt. Mit dem Leiter des Instituts und Vertretern von Schulen sprechen wir darüber, wie es gelingen kann, diese Schüler bestmöglich aufzunehmen. Wie kann ein ressourcenorientierter Zugang aussehen, der die Potenziale der Flüchtlinge in den Vordergrund stellt? Welche diversitätssensible Haltung braucht es hierfür? Aber auch: Wieviel Heterogenität verträgt Schule?



16:15 Uhr --- Resümee und Tagungs-TV
Die Nachwuchs-Reporter aus den Akademien im Ruhrgebiet sind auf der Tagung unterwegs und werden eine Umfrage unter den Teilnehmenden von „Perspektive Begabung“ starten. Die Bilder vom Tag gibt es bereits zum Ausklang der Veranstaltung.
Reporter: Teilnehmende der Akademien von Bildung & Begabung im Ruhrgebiet:
Sarah Reichenbach, Dormagen
Jan-Lukas Wiebe, Herne
& Falk Steinborn, Medientrainer, Köln

16:30 Uhr --- Ende der Tagung



Aktuelle Infos rund um die Perspektive Begabung:
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RÜCKBLICK


Sie möchten einen (Rück-)blick auf unsere Fachtagung »Perspektive Begabung« in den vergangenen Jahren werfen? Unter Folgenden Links finden Sie ausführliche Tagunsdokumentationen:

  • Tagung 2015: »Perspektive Begabung:
    Potenziale im Blick«
    • Tagung 2014: »Perspektive Begabung:
      Nachhaltig Fördern«
    • Tagung 2013: »Perspektive Begabung:
      Kompetenzentwicklung und Begabung«
    • Tagung 2011: »Perspektive Begabung:
      Talente für Deutschland«
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